Das Relayr-Team auf der Cebit in diesem Jahr

Der US-amerikanische Star-VC Kleiner Perkins Caufield & Byers investiert in das Berliner Startup Relayr. In der Serie A fließen insgesamt elf Millionen Dollar in das Unternehmen, beteiligt haben sich außerdem Munich Venture Partners und Business Angel Tom Noonan.

Kleiner Perkins ist einer der berühmtesten Tech-Investoren der USA und hat durch frühe Investments in Google oder Amazon viel Geld verdient. In Deutschland ist der VC außerdem noch in SoundCloud investiert. „Ich bin mehr als stolz darauf, dass uns solche Investoren unterstützen“, sagt Relayr-CEO Josef Brunner gegenüber Wiwo Gründer.

In der Seed-Runde im vergangenen September hatte das Internet-of-Things-Startup bereits 2,3 Millionen US-Dollar von Investoren aus den USA und der Schweiz eingesammelt. Mit dem damals eingesammelten Kapital plante Relayr, unter anderem in den USA verstärkt in Erscheinung zu treten. Wie sich jetzt zeigt: mit Erfolg.

Relayr wurde im April 2013 von Harald Zapp gegründet, der heute als COO fungiert. Er unterstützt Josef Brunner, der seit Anfang September CEO bei Relayr ist, außerdem als Managing Director.

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Die WunderBar von Relayr

Das Startup hat in diesem Jahr schon den Code_n-Award auf der Cebit gewonnen, für sein Produkt WunderBar. Das sieht aus wie eine Schokoladentafel, dahinter verbirgt sich ein Internet-der-Dinge-Baukasten, der App-Entwicklern dabei helfen soll, Smartphones kabellos mit Gegenständen zu verbinden. Die einzelnen WunderBar-Sensoren können beispielsweise Temperatur, Feuchtigkeit oder Bewegung messen. Sie lassen sich abtrennen und an verschiedenen Objekten anbringen. Der Feuchtigkeitssensor etwa könnte die Wasserversorgung einer Büropflanze messen und die Informationen an ein Smartphone übermitteln. Push-Nachrichten würden den Nutzer dann daran erinnern, die Pflanze zu gießen.

Zu den Abnehmern des Baukastens für das Internet der Dinge zählen laut Relayr zum Beispiel Microsoft, Cisco oder SAP, aber auch Bildungseinrichtungen wie die Universität von Amsterdam.

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Relayr hat außerdem einen Cloud-Dienst entwickelt, der die Kommunikation verschiedener Geräte miteinander ermöglichen soll. Im Developer Dashboard fließen die Daten von Sensoren und Apps zusammen und sind für die Entwickler einsehbar. Software Development Kits und Programmierschnittstellen sorgen dafür, dass Entwickler passende Apps für den Anschluss an die physische Welt programmieren können.

Bild: Code_n