Reisebus

Rocket Internet: Metasuche für Fernbus-Angebote

Metasuchmaschinen sind nach wie vor „in“. Erst vor kurzem startete der ProSiebenSat.1-Inkubator Epic Companies ein Preisportal für Hotels, vor einem Jahr legte die Reiseplattform Expedia für Trivago fast eine halbe Milliarde Dollar hin, zuletzt erhielt GoEuro eine Millionenfinanzierung. Nun bringt Rocket Internet seinen Fernbus-Preisvergleich unter dem Namen Klickbus (www.klickbus.de) nach Deutschland. Bislang war die Vergleichsplattform in Brasilien und Mexiko aktiv. In den kommenden Monaten sollen laut Deutsche Startups weitere Länder in Lateinamerika, Europa und Asien hinzukommen.

Geführt wird die Clickbus Germany GmbH von Felix Hartz. Derzeit habe das Team 25 Mitarbeiter, heißt es gegenüber Gründerszene, im Laufe des Jahres sollen es noch mehr werden. Auch Investoren gebe es bereits. Wer sich neben Rocket Internet bei dem Jungunternehmen engagiert, wollte das Unternehmen auf Nachfrage allerdings nicht verraten.

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Der Start in Deutschland kommt zum rechten Zeitpunkt: Der Busreise-Markt ist in den vergangenen Monaten förmlich explodiert. Nachdem das Fernstrecken-Monopol der Bahn gefallen ist, können nun auch andere Unternehmen Linienstrecken zwischen deutschen Großstädten bedienen. Und sie tun es – meist zu deutlich günstigeren Preisen als die Bahn oder Fluggesellschaften. MeinFernbus, Flixbus, DeinBus.de oder auch ADAC Postbus wollen mit einem – derzeit noch etwas eingeschränkten Streckennetz – dem bisherigen Monopolisten Paroli bieten.

Klickbus ist dabei keinesfalls der erste Preisvergleich am Markt. Mit Busliniensuche, Busticket, CheckMyBus, FahrtenFuchs, Online-Busticket oder auch Fernbusse.de gibt es bereits eine ganze Reihe an Suchmaschinen. Gegenüber den Wettbewerbern punkten will Klickbus dabei mit der Möglichkeit, das Ticket direkt auf der Seite zu buchen. In der Regel leiten die Wettbewerber nur auf die Seite des Reiseanbieters weiter.

Der Charme des Metasuche-Modells: Mit recht geringem technischen Aufwand lassen sich Provisionen für die Vermittlung von Fahrten einstreichen. Das Modell habe sich bereits in den Märkten Brasilien und Mexiko gut bewährt, heißt es vom Rocket-Sprössling. Sollte sich der Markt auch nur annähernd so wachstumsstark entwickeln, wie es sich derzeit abzeichnet, darf man sich bei der Rocket-Gründung überaus gute Erträge erhoffen.

Bild: © panthermedia.net Stephen Mcsweeny