Faszinata

Tierbedarfshop ist letzte E-Commerce-Beteiligung im Klingel-Portfolio

Glanzloser Abgang: Der Online-Juwelier Faszinata ist offline. Das berichtet der E-Commerce-Blog Neuhandeln.de mit Verweis auf die Webseite des Onlineshops. Das Berliner Unternehmen war für einen Kommentar vorerst nicht zu erreichen.

Beteiligungen an Faszinata hielt der Berliner VC-Arm des Versandhauses Klingel, K – New Media, in dessen Portfolio Faszinata weiterhin auftaucht.

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Nach dem Aus des Kochutensilien-Versands Casserole im vergangenen Jahr ist Faszinata der nunmehr zweite Onlineshop aus dem Hause Klingel, dem die Puste ausgegangen ist. Der Ende 2011 gestartete Tierbedarfsshop Meine Strolche verbleibt damit als einziger E-Commerce-Anbieter im Beteiligungskatalog von K – New Media.

Gerade erst waren Gerüchte laut geworden, die besagten, der Klingel-Versand habe eine vermeintlich zugesicherte Finanzierung beim Curated-Shopping-Anbieter Miacosa abgeblasen. Das Startup schlitterte später in die Insolvenz.

Das Geschäft mit dem Schmuckvertrieb im Netz scheint kein uneingeschränkter Erfolgsgarant zu sein: Der Rocket-finanzierte Onlineshop 21Diamonds nahm im Mai dieses Jahres „Umstrukturierungen im Geschäftsmodell“ vor und sattelte auf konfigurierbaren Echtschmuck um. Anfang des Jahres war die Führungsebene ausgetauscht worden.

Auch weniger konventionelle Modelle sind bereits gescheitert: Ende 2012 übernahm die Social Selling Community Pippa&Jean die deutschen Aktivitäten des Berliner Wettbewerbers Juvalia & You. Das Schmuck-Startup hatte sich selbst an den Konzern verkauft. Im Tupper-Stil sollten freie Beraterinnen Accessoires im heimischen Wohnzimmer von Kundinnen vorführen. Zuvor hatte ausbleibender wirtschaftlicher Erfolg das ähnlich ausgerichtete Social-Shopping-Startup Ada’s Avenue in die Knie gezwungen.

Bild: © panthermedia.net / Nataliya Korolevskaya