Knusperreich Startup-Helden

Gründeten 2011 Knusperreich: Max Finne (l.) und Manuel Grossmann (beide 24)

„Startup-Helden“ von Knusperreich im Interview

Erst waren Cookies ihre Belohnung, nun werden sie für ihre Cookies belohnt: Eine sechsstellige Eurosumme haben die Gründer und Geschäftsführer des Versands von ofenfrischen Bio-Keksen, Manuel Grossmann und Max Finne, gerade für ihr Jungunternehmen Knusperreich (www.knusperreich.de) eingefahren. Acht Mitarbeiter beschäftigt das Startup derzeit noch im Berliner Büro. Produziert wird allerdings in Zusammenarbeit mit dem Team von Mymuesli in Passau. Mit dem jüngst aufgenommenen Kapital der Lebensmittel-erfahrenen KITES Industriebeteiligungen und WOLFMAN Holdings soll nun nicht nur das Knusperreich-Team vergrößert werden.

Manuel Grossmann und Max Finne darüber und mehr im Startup-Helden-Interview.

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Manuel Grossmann und Max Finne, die Gründer von Knusperreich. Ende 2011 haben wir den Onlineshop für ofenfrische Bio-Cookies gegründet. Zur Auswahl stehen 14 Kreationen, die in traditioneller Handarbeit und mit feinsten Zutaten gebacken werden. Wir produzieren nur auf Bestellung und liefern die Ware innerhalb von 24 Stunden aus, damit sie ofenfrisch beim Kunden ankommt. Wir lieben Cookies und freuen uns deshalb, dass wir auch beruflich ständig neue Rezepte ausprobieren können, mit denen wir unsere Kunden überraschen können.

Wie seid Ihr auf die Idee zu Knusperreich gekommen?

Anzeige
Während unserer gemeinsamen Unizeit wollten wir uns in Lernphasen mit leckeren Cookies belohnen. Die überwiegend trockenen Kekse aus Cafés und Supermärkten haben uns aber alles anderes als glücklich gemacht. Mit dieser Meinung waren wir nicht allein und eine Alternative gab es nicht. So war die Idee, wirklich ofenfrische Bio-Cookies herzustellen, schnell geboren. Das Marktpotenzial in Deutschland und die im letzten Jahr rasant gestiegenen Verkaufszahlen bestätigen uns jeden Tag, mit unserer Keks-Revolution den Nerv der Zeit getroffen zu haben.

Wie kam die Zusammenarbeit mit Euren neuen Investoren zustande und was plant Ihr mit dem frischen Kapital?

Schon in den ersten Gesprächen mit den Brüdern Wolf Michael, der unter anderem Anteilseigner der US-Restaurantkette Verts ist, und Peter Nietzer war klar, dass wir nicht nur finanziell von einer strategischen Partnerschaft profitieren würden. Maßgeblich war vor allem ihr hohes Maß an Erfahrung und Expertise im Foodbereich, welches uns enorm dabei hilft, noch erfolgreicher zu werden.

Unser Ziel ist es jetzt, mithilfe der sechsstelligen Investitionssumme der KITES Industriebeteiligungen und WOLFMAN Holdings das B2B-Geschäft auszubauen und mit Businesspartnerschaften langfristig zu wachsen. Auch neue Produkte stehen auf unserem Plan für 2014. So könnte zum Beispiel ein veganer oder ein herzhafter Cookie ins Sortiment aufgenommen werden, um weitere Geschmäcker zu treffen. Dafür brauchen wir natürlich vor allem Menpower. Wir freuen uns deshalb, das frische Kapital auch für den weiteren Ausbau des Teams nutzen zu können.

Welche Tipps gebt Ihr jungen Gründern nach Euren eigenen Erfahrungen mit auf den Weg?

Anzeige
Startet einfach und lasst euch nicht von Neinsagern von eurem Weg abbringen. Seid nicht zu streng mit euch selbst und lernt aus Fehlern, anstatt euch darüber zu ärgern. Lernt, den Kunden zu verstehen, redet mit ihm und nutzt sein Feedback zur Optimierung eurer Produkte. Für uns war und ist die ehrliche Kundenmeinung das A und O unserer täglichen Rezept- und Cookiekreation.

Welche Trends seht Ihr im Internet?

Die mobile Internetnutzung wächst und wächst, auch was das Angebot im Lebensmittel-Sektor betrifft. Die Menschen wollen unterwegs mit für sie passenden Angeboten abgeholt werden – auf dem Weg nach Hause oder während der Wartezeiten am Bahnhof. Genau darauf haben wir unsere zukünftigen Marketingmaßnahmen eingestellt, so dass Cookie-Fans jederzeit und überall von unserem Sortiment inspiriert werden können.

Bild: Knusperreich