Fishlabs Koch Media

Koch Media übernimmt Hamburger Spielemacher

Seit Oktober war klar: Dem Hamburger Spielehersteller Fishlabs Entertainment droht die Pleite. 25 Mitarbeiter mussten gehen, es wurde erst ein Schutzschirmverfahren eröffnet, dann ein reguläres Insolvenzverfahren. Der Grund: Die Gründer hatten genau den Fehler gemacht, vor dem VCs warnen, und zu früh zu viele Anteile abgegeben – sie waren schon nach der ersten Finanzierungsrunde in der Minderheit. Das habe viele potenzielle Investoren abgeschreckt, erklärte Fishlabs-CEO Michael Schade gegenüber Gründerszene.

G Tipp – Lesenswert bei Gründerszene Der Grund, warum Gründer nicht zu früh zu viele
Anteile abgeben sollten

Um wieder auf die Beine zu kommen, brauchte das Games-Unternehmen Geld. Neue Investoren waren nicht zu finden, die alten wollten nur neues Kapital einschießen, wenn sich neue Geldgeber beteiligten. Schade hoffte auf „Asset-Deals mit etablierten Publishern aus dem Free-to-play-Bereich“. Es sah schlecht aus für das Spieleunternehmen, das immer wieder betonte, das Geschäft so lange wie möglich weiterführen zu wollen.

Gründer verlassen das Unternehmen

Nun kauft der in München ansässige Vermarkter Koch Media (www.kochmedia.com) Fishlabs auf, wie unter anderem Gamestar meldet. Dem Bericht zufolge will der neue Eigentümer auch die Fishlabs-Marke Galaxy on Fire weiter entwickeln, um im Mobile-Sektor „nachhaltig Fuß zu fassen“.

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„Der Markt für mobile Spiele ist für Koch Media von strategischer Bedeutung“, lässt sich Klemens Kundratitz, Geschäftsfüher von Koch Media, zitieren. „Heutzutage wird immer und überall gespielt – ob zu Hause oder unterwegs. Mit dem Know-How und den Marken von Fishlabs verfügen wir nun über eine geballte Kompetenz, um in diesem spannenden Umfeld nachhaltig Fuß zu fassen.“

Koch Media will die 52-köpfige Belegschaft von Fishlabs weiterbeschäftigen. Die beiden Gründer, Michael Schade und Christian Loh, verlassen das Unternehmen hingegen. Noch nicht bekannt ist, was mit dem Firmennamen selbst passiert und ob die Spieleschmiede in Koch Medias Games-Sparte Deep Silver eingegliedert wird. Letzteres dürfte allerdings sehr wahrscheinlich sein.

Bild: Fishlabs Entertainment