KPMG Redstone Digital

Namhafter Partner für Redstone Digital

BCG macht es für Konzerne, Deloitte auch, McKinsey hat die Szene intensiv studiert. Nach den Beratern werden nun auch die Wirtschaftsprüfer in der Szene immer aktiver, allen voran KPMG: Zusammen mit dem Startup-Geldgeber Redstone Digital will die Beratungsgesellschaft, die vor einem Jahr eine entsprechende Beteiligungstochter in den USA gestartet hatte, in deutsche und europäische Startups investieren.

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KPMG Capital sei insbesondere an Finanzierungen in der Serie A und B interessiert, heißt es von Redstone. Und noch genauer: Für die Bereiche Daten sowie -analyse, Cyber-Sicherheit und digitale Infrastruktur. Die typischen Investments, die Redstone für KPMG als Management-Gesellschaft tätigen will, sollen den Angaben zufolge zwischen zwei und sechs Millionen Euro liegen.

Gegenüber Gründerszene betont Managing Partner Samuli Sirén, dass insbesondere bei späteren Runden auch bis zu zehn Millionen Euro drin sind. Eine feste Summe, die er und sein Team für KPMG investieren sollen, gebe es nicht. Weltweit will die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nach eigenen Angaben 100 Millionen US-Dollar in die Szene stecken.

Bislang hatten die Redstone-Investments eher in niedrigeren Bereichen gelegen: Mit dem Würzburger Fachverlag Vogel und dem Klingel-Versand aus Pforzheim hat das Ende Februar dieses Jahres von Sirén, der von der Klingel-Gruppe kam, und den StudiVZ-Alumni Michael Brehm, Clemens Riedl und Thomas Baum gegründete Redstone Digital zwei weitere bekannte Geldgeber, die sich auch bereits durch mehrere Investments im deutschen Markt hervorgetan haben. Bei den Investments bleibt Redstone nach außen im Hintergrund. „Konzerne wollen nicht in feste Fondsstrukturen investieren“, erklärt Sirén. „Für die Corporate-Fonds sind wir ein Dienstleister, für die Startups sind wir ein VC.“

Unter anderem sind Klingel und Vogel bei Inventorum engagiert, dem von Michael Brehm lancierten iPad-Kassensystem. Mit Miacosa hatte der Klingel-Versand im Frühling 2014 zudem in Miacosa investiert, allerdings musste das Curated-Shopping-Portal bereits im Spätsommer Insolvenz anmelden.

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