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Bild: Marvin Siefke / pixelio.de

Deutscher Wirtschaft droht feindliche Übernahme

Deutschland hat zwar viele ruhmreiche Industrie-Riesen zu bieten, aber keine Technologiegiganten wie Apple oder Google. Die bedrohen nun die Alte Welt.

Jens Pacholsky schreibt auf Facebook: „Den meisten deutschen Unternehmen fehlt schlicht eine Strategie – von der Methodik ganz zu schweigen. Da wird es noch ein böses Erwachen geben…“

Warum uns Daten zu freien Menschen machen

Wir haben Angst. Angst vor dem Verlust der Privatsphäre und unserer Freiheit. Dabei sind Daten der Schlüssel zu einer besseren Zukunft der Menschheit.

Thomas Matterne kommentiert unter dem Essay: „Ich fasse den Artikel in einem Satz zusammen: ‚Gott ist tot, es lebe der Algorithmus‘. Derart einseitig und ultra-optimistische Herangehensweisen helfen zwar sicher dem Autor sich zu positionieren, in der Diskussion sind sie aber genauso wenig hilfreich wie die exakt gegenteilige Position, nach der Google und Co. – nur zu unserem Besten natürlich – heimlich doch nach der Weltherrschaft streben.
Beiden Argumentationen ist gleich, dass sie nur Schwarz oder Weiß malen können. Es fehlen die Nuancen. Zum Beispiel bei der Kreditvergabe: Natürlich wäre es positiv für alle Beteiligten, keinen Kredit an jemanden zu geben, der diesen nie zurückzahlen kann. Aber was ist mit den Grautönen: Den Menschen, die einen Kredit brauchen und gerade an der Grenze sind, bei der der Algorithmus ‚Nein‘ sagt. Nur kann er das wirklich mit der hier suggerierten Sicherheit auch tun? Hat er wirklich alle notwendigen Daten – auch jene aus der Zukunft? Fehlt hier am Ende nicht doch der menschliche Faktor? Da das natürlich alles auch für jene gilt, die den Kredit gerade noch so bekommen und ihn nicht zurückzahlen können, wird der Algorithmus logisch betrachtet immer strenger Regeln anlegen.
Zudem scheint mir die Grundannahme, dass uns Daten frei machen, zumindest im Augenblick wenig realistisch, da es vielleicht für die digitale Avantgarde in Ansätzen möglich ist, über die Verwendung ihrer Daten zu entscheiden, aber nicht für die breite Masse. Ob unsere Daten, tatsächlich auch uns gehören – darüber lässt sich trefflich streiten. Und die besseren Anwälte und Lobbyisten dürften bei dieser Streitfrage zweifellos auf den Gehaltskonten der digitalen Konzerne stehen.“

Christoph Dümmen schreibt auch unter dem Artikel: „Wie wahr. Jetzt müssen die nächsten Generationen nur noch lernen damit umzugehen. Das scheint mir für die ‚Digital Immigrants‘ leichter zu sein als für die ‚Digital Natives‘, die zwar ‚Freiheit‘ im Sinne dieses Artikels haben, aber viele Kompetenzen des sozialen Miteinanders vermissen lassen. Für die Zukunft halte ich den Umgang mit der vielen Information für ebenso wichtig wie die Verfügbarkeit. Paula Bleckmann hat in #medienmündig darüber geschrieben. Den Blick über den Tellerrand der #medienkompetenz hinaus hat mich sehr inspiriert.“

„Ich sehe schon die Gefahr, dass es wieder einen Tech-Crash geben könnte“

Ex-Minister Karl-Theodor zu Guttenberg ist heute Investmentberater mit Fokus aufs Digitale. Beim Deutschlandbesuch gibt er eine Warnung aus: Vorsicht, Blase!

Jan Ni kommentiert auf Facebook: „Primär sind diese Milliarden-Startup-Mauscheleien und die Bewertungseskapaden eine riesen Finanzspekulationsblase, die allein aufgrund ihrer massiven Ausmaße nie realistisch sein kann. Twitter zum Beispiel geht krachen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis da alles mit einem Mal verpufft. Wenn es bessere Alternativen für Facebook gibt, sind die Nutzer auch schneller weg als bei StudiVZ.“

Ebenfalls auf Facebook schreibt Simon Brewig: „Der Inhalt ist nicht gänzlich falsch. Die Blase entsteht hier tatsächlich durch die ‚Fehlbewertung‘ von Unternehmen. Es geht hier um Marktanteile und Potenziale und nicht um realistische echte Werte. Daher ist die Gefahr groß und darf nicht unterschätzt werden.“

Wie Gründerinnen mehr Frauen für die Startup-Szene begeistern wollen

Mehr als 30 Gründerinnen haben sich zusammengetan und ein Manifest erstellt, das auf der Cebit präsentiert wurde. Ein Überblick zu den wichtigsten Punkten.

Martin Keiblinger schreibt auf Facebook: „Ist doch schön, wenn sich diese Frauen zusammen tun, um Förderungen für Frauen zu schaffen. Ist auch schön, dass diese Frauen versuchen das Land gründerfreundlicher zu machen. Solange sie nicht probieren, staatliche Förderungen auf Basis des Geschlechts durchzusetzen, ist das eine gute Entwicklung.“

Bilder von oben nach unten:  Infografik Die Welt,  Screenshot n-tv, Stephanie Renner