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Bild: Marvin Siefke / pixelio.de

Berliner Bastelkisten-Startup Tollabox ist insolvent

Das Geschäft mit Bastelkisten ist nicht einfach, die Kunden hadern mit langen Abos, die Kundenbindung ist nicht stark genug. Nun muss das Tollabox Insolvenz anmelden. Dabei habe sich das Berliner Bastelkisten-Startup fast eine weitere Finanzierungsrunde sichern können.

Burak Santos schreibt auf Facebook: „Jeder Gründer, der in die Insolvenz geht, ist ein Verlust für unsere Gründerszene. Mein Respekt gilt den Gründern, die das Risiko auf sich nehmen, das Leben und die Welt zu verbessern oder gar zu revolutionieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Idee glückt oder scheitert.“

Auch auf Facebook schreibt Stephanie Beivers: „Die Boxen sind toll, sowohl die von Tollabox als auch die Wummelkiste. Unser Problem war die monatliche Sendung. Eine zweimonatige oder quartalsweise Erscheinung wäre attraktiver für uns gewesen. Und man muss leider sagen, dass nach einer gewissen Bezugszeit die Boxen immer weniger Überraschung bieten.“

Mark FK kommentiert auf Facebook: „Es ist wirklich schade. Aber Kopf hoch. Mutige Gründer wie Euch braucht Deutschland mehr denn je!“

Joh Subow schreibt ebenfalls auf Facebook: „Schade eigentlich. Aber wieso hat man sich nicht vorher mit dem kritischen Abo-Modell auseinandergesetzt? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Zielgruppe ‚deutsche Eltern‘ gewisse Probleme mit langfristigen Abo-Modellen haben. Sowas prüft man doch vorher oder im laufendem Geschäft ständig gegen.“

Big Data und E-Health laufen E-Commerce den Rang ab

E-Commerce-Startups sind der letzte Schrei. Von wegen. Eine Studie des VCs Capnamic Ventures zeigt: Der Onlinehandel-Trend ist vorbei und 2014 zeichnete sich erstmals ein negativer Trend ab, Zahlen werden rückläufig. Was jetzt in ist: Alles mit Daten.

Peter kommentiert unter dem Artikel: „[W]as bringt es, wenn man immer nur Entwicklungen aus der Vergangenheit erklärt? VCs sollten Dinge antizipieren und darauf basierende Entscheidungen treffen. […] Liest man sich die Analysen der renommierten VCs in den Staaten durch und vergleicht sie mit denen hier, ist klar, dass wir noch einen ganz weiten Weg zu gehen haben und wir lange nicht die Fähigkeit zur Innovation und Antizipation haben, die so notwendig wäre, um hier einen starken Gegenpol aufzubauen.“

Auf Facebook schreibt Joko Fv: „Wenn ich schon das Wort ‚Trend‘ sehe. Wenn etwas läuft, egal was, wird es mit Geld zugeschmissen und verkauft. Leute, die von Trends reden oder einem Trend nachlaufen, haben schon verloren.“

„Das Internet hat uns gehört“

Im Interview mit einem Tech-Magazin spricht der US-Präsident ungewohnt offen über die deutschen Vorbehalte gegen die amerikanische Vorherrschaft im Internet. Und er ist nicht ganz so vorsichtig, wie er es im Gespräch mit der New York Times wäre.

Auf Facebook kommentiert Daniel Klitzsch: „Im Kern sollen einfach nur amerikanische Wirtschaftsinteressen eingedämmt werden? Ha! Sagt der, dessen Land sich durch Wirtschaftsspionage enorme Vorteile für die eigene Wirtschaft verschafft.“

Theo van Troll kommentiert unter dem Artikel: „Der Verweis von Obama auf die Sensibilität durch die deutsche Stasi-Vergangenheit ist doch sehr gewagt. Zumal diese nun durch die NSA praktisch ersetzt wurde und sich damit nicht nur auf einen kleinen Teil der Deutschen beschränkt, sondern quasi auf die ganze Weltbevölkerung.“

Peter schreibt unter dem Artikel: „Ich kann diese Aussage von ihm nicht ernst nehmen. Das ist nur schöne Lobby-Arbeit, die er da für die amerikanische Digitalwirtschaft betreibt. Die europäische Reaktion ist überhaupt nicht auf die Wirtschaft bezogen. Sie ist auch viel zu zaghaft. Wir befinden uns in einem Zeitalter, in welchem digitale Hyperkonzerne mit einem unfassbaren Hebel global Märkte erschließen können. Deutschland muss sich dieser neuen Wettbewerbssituation stellen, wenn es in Zukunft eine Rolle in der weltweiten Wirtschaft spielen will. […] Wenn einer meckern darf, dann Europa und nicht die USA, denn es sind unsere Binnenmärkte, die hier durch aggressivste Steuervermeidung kommerziell von E-Commerce-Unternehmen aus den USA oder auch traditionellen Ketten wie beispielsweise Starbucks ausgehöhlt werden.“

Bilder von oben nach unten: Tollabox, Harvepino / Panthermedia, Screenshot / <re/code>