Schreibmaschine

Bild: Marvin Siefke / pixelio.de

Vibewrite ist insolvent – nur wenige Wochen nach erfolgreichem Crowdfunding

Über eine halbe Million Euro konnte Vibewrite in den letzten Monaten über die Crowd einsammeln. Doch jetzt ist das Münchner Startup insolvent. Die Suche nach weiteren Investoren laufe.

Unter dem Artikel kommentiert flee4u: „Mal ganz ehrlich, wer stellt denn bei einer Finanzierung von einer halben Million ohne eine direkte Anschlussfinanzierung direkt 20 Mitarbeiter ein!? Das ist meines Erachtens grob fahrlässig!“

Lucas von Fürstenberg schreibt: „Es ist einfach unheimlich kurzsichtig, Projekte durchzupeitschen, ohne vorher eine gründliche Überprüfung der Zahlen zu machen. Da müssen die Plattformen ihre Nutzer besser schützen.“

Auf Facebook kommentiert Chris Ba: „Es wäre wünschenswert, dass sich die Gründer zu den Gründen öffentlich äußern. In so kurzer Zeit eine so große Crowd-Finanzierungsrunde zu verbrennen, erscheint auf den ersten Blick nicht vorstellbar.“

Und Tobias Loitsch schreibt, ebenfalls auf Facebook: „Ich finde, Crowdfunding sollte nicht dafür genutzt werden, größer werdende Finanzlöcher im Geschäftsmodell zu füllen. Gerade in dem genannten Fall bleibt die Frage, für was die 500.000 Euro ausgegeben wurden.“

Ein Inkubator mit doppeltem Boden

gründerwerft anker oliver hammersteinViele potenzielle Gründer fürchten das Risiko. Der neue Grünerwerft-Inkubator in Hamburg hat dafür eine Lösung parat: Im Falle des Scheiterns gibt es eine Festanstellung.

Unter dem Artikel schreibt shanemoser: „Wenn ich mit meinem Startup scheitere, habe ich mehr gelernt als jeder Festangestellte in derselben Zeit … so what? Davon abgesehen gefällt mir das Konzept sehr gut!“

Doreen Zhang kommentiert: „Es geht also nicht darum. möglichst schnell die Räume zu füllen, sondern darum, die Besten zu bekommen? Wollen das nicht alle? Beim Thema Geld wird es sehr leise. Hoffentlich ist es keine clevere Art der Personalbeschaffung. Auf jeden Fall kann ich nicht erkennen was diesen Inkubator auszeichnen soll. Vielleicht kommt das noch?“

Auch Johann Q schreibt: „Kein Funding, noch nicht mal ein direkter Zugang zu (aktiven) Investoren, aber Shares haben wollen. So kriegt man ganz sicher nicht die Besten.“

Dagegen meint markhey: „Die Idee gefällt mir. Ich hoffe, dass es zukünftig nicht mehr dieser Absicherung (bei Scheitern Festanstellung) bedarf – weil die Erkenntnis durchgedrungen ist, dass ein gescheiterter Gründer mehr als nur seine Lektion gelernt hat.“

Wie geht es eigentlich YouTailor?

Im Sommer machte YouTailor wegen Kündigungen, Außenständen und massiven Kundenprotesten Schlagzeilen. Wie steht’s heute? Und was ist dran am Gerücht einer Insolvenz?

Unter dem Artikel schreibt S Schneider: „Ich frage mich, was die Geschäftsführung da den ganzen Tag über macht. Es kann doch nicht so schwer sein, seine thailändischen Schneider die Ware anfertigen zu lassen, die Ware auf eine Palette zu packen und von einem Logistiker per Flugzeug oder Container ins deutsche Lager bringen zu lassen? Warum bekommen die das seit mehreren Jahren nicht hin?“

Kosmopolit meint dazu: „Wenn einmal der Wurm in einem Startup drin ist, ist es nahezu unmöglich, den wieder rauszubekommen. So ein Backlog resultiert aus schlechten oder nicht vorhandenen Prozessen. Die aufzubauen und damit die Fehler der Vergangenheit auszubügeln ist sauschwer, vor allem verbrennt so ein Abarbeiten des Backlogs massiv Kapital, das muss man erst mal haben.“

Auf Facebook kommentiert Joe Tonne: „Also ich warte seit Anfang April auf meine Bestellung. Mittlerweile antworten die nicht mal mehr auf Einschreiben/Rückschein trotz Fristsetzung. Ich glaube denen keines ihrer beschwichtigenden Worte…“

Bilder von oben nach unten: Vibewrite; Katja Scherer;  © panthermedia.net / Michael Hellmann