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Bild: Marvin Siefke / pixelio.de

Anzeige wegen Insolvenzverschleppung bei Vibewrite

Der Geschäftsführer von Vibewrite wurde wegen Insolvenzverschleppung angezeigt. Das Startup ging bereits 2014 pleite – drei Monate nach erfolgreichem Crowdinvesting.

Kosmopolit schreibt unter dem Artikel: „Naja, dieser Vorfall zeigt ganz klar, warum Crowdinvesting für den Privatanleger nicht sinnvoll ist.“

Auf Facebook schreibt Roland Hötzinger: „In Deutschland ist es absolut Standard, dass im Falle einer Insolvenz ein Strafverfahren wegen Insolvenzverschleppung ansteht. Das ist den meisten Gründern nur nicht bewusst. Allerdings ist die öffentliche Aussage von Herrn Wolsky, dass ihm Mitarbeiter wichtiger sind als öffentliche Träger mit Milliardenüberschüssen, extrem fraglich. Das wird ihm höchstwahrscheinlich beim Prozess um die Ohren fliegen, weil er damit seine Absicht eindeutig dokumentiert hat. Außerdem klingt das zwar nett, ist aber durchaus fragwürdig in der Gesamteinstellung als Kaufmann.“

Und Thomas kritisiert unter dem Artikel: „Seedmatch sammelt das Geld und bekommt am Ende fünf bis zehn Prozent der Investments. Da muss man sich nicht wundern, dass dort nicht weiter geprüft wird, solange sich eine erfolgreiche Kampagne abzeichnet. Je mehr gesammeltes Kapital, um so höher die eigenen Einnahmen.“

1048,60 Euro für ein Handelsblatt-Logo?

Für die Einbindung des Handelsblatt-Logos soll das Hamburger Wein-Startup Navinum über tausend Euro zahlen. Ziemlich unfair, oder? So einfach ist es aber nicht.

Unter dem Artikel schreibt Kraftwerker: „Wieso haben die Navinum-Leute nicht einfach kurz zum Hörer gegriffen und um Erlaubnis gebeten?“

Auf Facebook kommentiert Jens Schröder: „Die Printmedien sind eben in einer Krise und brauchen jeden Cent.“

Dazu meint Martin Meister: „Und was berechtigt ein Startup, gegen das Urheberrecht zu verstoßen?“

Andreas Ostheimer sieht das anders. Ebenfalls auf Facebook schreibt er: „Wäre es nicht besser gewesen, das Handelsblatt hätte einen Deal verhandelt, wo beide gut aussteigen? Armselig, so eine Vorgangsweise, eigentlich typisch für Beamtentum.“

Dirk Struwe dagegen ist auf der Seite des Handelsblatts: „Es ging eben nicht um die Verwendung des Logos im Rahmen einer Artikelverlinkung, sondern um das Ausnutzen der Bekanntheit einer Marke für die Eigenwerbung. Genau richtig, wie das Handelsblatt gehandelt hat.“

Datendiebstahl bei Kreditech

Bei einem „internen Sicherheitsereignis“ wurden dem Hamburger Big-Data-Unternehmen Kreditech tausende Nutzerdaten gestohlen. Der Vorfall aus dem Jahr 2014 ist bisher verschwiegen worden.

Johann Q kommentiert unter dem Artikel: „Wie konnte das denn passieren? Die sind doch so ein fancy Big-Data-Play und auch noch in Deutschland und im Finanzbereich, die wissen doch *sicherlich* wie man mit Daten umgeht.“

Georg Meyer schreibt: „Der Umgang dieses Unternehmens mit diesem Hack ist gelinde ausgedrückt ein Super-GAU. Klar kann ein Unternehmen Opfer eines Datendiebstahls werden, davor sind auch Google, Amazon und Co. nicht gefeit. Aber wenn ein Unternehmen, das in erheblichem Umfang sensible Daten verarbeitet, es nicht schafft, innerhalb eines Dreivierteljahres dir betroffenen Kunden (und bei einem derart gravierenden Einbruch sinnvollerweise auch die Öffentlichkeit) über die Art des Angriffs, Art und Umfang der abhanden gekommen Daten und die ergriffenen Maßnahmen zu informieren, sondern stattdessen Leute verklagt, die davon berichten, dann sollte dieser Laden wegen offensichtlicher Unfähigkeit sofort dichtgemacht werden.“

Michael meint: „Beeindruckend zu sehen, wie Kreditech sich über die letzten zwei Quartale selbst demontiert und sich dabei immer wieder übertrifft. Der Managerschwund scheint deutliche Spuren hinterlassen zu haben.“

Bilder von oben nach unten:  Vibewrite; Navinum; Kreditech