Das Management-Team: Federico Narracci (Head of Marketing), Felix Wunderlich (Head of Product, Gründer), Charlotte Gaudin (Head of Operations), Fabian Wunderlich (CEO, Gründer), Stefan Ludwig (Head of IT) (von links)

Nur wenige Startups vergleichen sich gerne mit der Offline-Konkurrenz. Für die beiden Brüder, Felix und Fabian Wunderlich, ist es aber ein Qualitätsmerkmal. „Wir machen genau das, was die Offline-Sprachschulen machen. Nur online“, sagt Felix Wunderlich, CEO und Gründer von Lingoda. Das Berliner Startup bietet Sprachkurse in Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch an. Der Lehrer wird per Video mit seinen Schülern zusammengeschaltet.

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Durch die Organisation im Netz biete das Startup seinen Schülern Flexibilität „rund um die Uhr“ an dem Unterricht teilzunehmen, sagt Wunderlich im Gespräch mit Gründerszene. Außerdem sei das Angebot etwas günstiger als herkömmliche Sprachschulen. Das Unternehmen kann seinen Schülern auch anerkannte Sprachzertifikate ausstellen.

Nun erhält das Startup 3,7 Millionen Euro in einer neuen Finanzierungsrunde. Und die Geldgeber sind bekannt: Lead-Investor ist Grazia Equity, ein Wagniskapitalgeber, der bereits in Statista, Moviepilot  und Mister Spex investiert hat. Die Altinvestoren Mountain Partners und die German Startups Group beteiligen sich ebenfalls an der Runde.

„Deutlich mehr“ als 5.000 Kunden

Vor etwa einem Jahr gab es bereits ein Millionen-Investment: Die Schweizer Mountain Partners, die Fugger-Family-Offices, die Parfümeriekette Douglas, die Oetker-Familie sowie eine Reihe privater Business Angels und Altinvestoren steckten 2,5 Millionen Euro in das Unternehmen. 2013 – im Jahr der Gründung – waren die Samwer-Brüder bereits mit ihrem Fonds Global Founders Capital eingestiegen.

Mit dem Geld aus der aktuellen Finanzierungsrunde will das Unternehmen weiter wachsen und dafür fließen Mittel in das Marketing. Bislang kämen die Kunden vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anlässlich der Finanzierung im vergangenen Jahr kommunizierte das Startup mehr als 5.000 Kunden in zehn Ländern. Mittlerweile seien es „deutlich mehr“, sagt Wunderlich. Genauer will er darauf nicht eingehen.

Profitabilität ist derzeit beim Startup noch kein Thema. „Im Vordergrund steht in den nächsten Jahren weiter das Wachstum und der Wettlauf mit unseren Wettbewerbern Open English und EF English Live“, sagt Fabian Wunderlich. Die Online-Sprachschule Open English kommt aus Venezuela ist besonders im lateinamerikanischen Markt aktiv. EF English Live ist eine Tochter des Branchenriesen EF Education First.

Bild: Lingoda