Das Gründerteam von Liqid.

100.000 Euro. So viel müssen Kunden von Liqid mindestens mitbringen, dem neuen Startup im Portfolio des Berliner Frühphaseninvestors und Company Builder Project A Ventures. Das Geld will Liqid dann für seine Kunden anlegen – und verspricht „eigens entwickelte Anlageportfolios mit Strategien, Instrumenten und Konditionen, die bisher Hochvermögenden vorbehalten waren“.

Konkreter: Das Berliner Startup will private Vermögensverwaltung digital-affinen Vermögenden zugänglich machen. Im Visier hat Liqid dabei nach eigenen Angaben erfolgreiche Unternehmer und Gestalter, die das entsprechende Kapital flüssig haben. Und die dieses Geld unabhängig von den Angeboten der Banken anlegen wollen.

Anzeige
Heute startet Liqid offiziell, zunächst gemeinsam mit HQ Trust, dem Family Office der Familie Harald Quandt, und einigen nicht benannten Erstkunden. Denen räumt das Startup sogar die Möglichkeit ein, über ein Beteiligungsprogramm (Customer Stock Options) Anteile am Unternehmen zu erhalten. 2016 soll das Angebot dann für alle starten, die die Mindestanlagesumme aufbringen können.

HQ Trust habe auch bei der Entwicklung des Anlageangebots mitgeholfen. Dabei setzt das Gespann auf viel Digitales: Der datenbasierte Anlageprozess des Quandt-Family-Office werde von Liqid durch automatische Prozesse für Risikoüberwachung, Portfolio-Optimierung und Reporting ergänzt, heißt es vom Berliner Startup.

Geführt wird Liqid von früheren Bertelsmann-Manager Christian Schneider-Sickert sowie dem ehemaliger BCG-Berater Kyros Khadjavi. Zum Gründerteam gehören außerdem Paul Becker, Jonas Tebbe und Arne Zeising, die zuvor bereits an einem Ansatz für digitales Investmentmanagement gearbeitet hatten. Acht festangestellte Mitarbeiter komplettieren die derzeitige Liqid-Belegschaft.

Finanziert wird das Berliner Jungunternehmen neben dem Seed-Investment des Gründerteams durch Project A Ventures. Genaue Details zur Kapitalisierung verrät Liqid nicht. Nur so viel: Die Kapitalspritze des Frühphaseninvestors und Company Builders habe „im unteren einstelligen Millionenbereich“ gelegen.

Bild: Liqid