Co-Browsing: LivePerson verspricht schnelle Vernetzung

Mannheimer Startup geht an LivePerson

LivePerson, US-amerikanischer Anbieter für Online-Lösungen zur Kundenbindung, übernimmt das Mannheimer Startup Synchronite. Das börsennotierte US-Unternehmen will die Co-Browsing-Technologie des Startups in seine Kommunikationsplattform integrieren. Die Einführung des Co-Browsing-Systems soll den digitalen Echtzeit-Dialog zwischen Unternehmen und Kunden auf Webseiten, etwa über Video Chats, vereinfachen.

Anzeige
Die Besucher vieler Unternehmenswebseiten bräuchten beispielsweise beim Ausfüllen von Formularen Unterstützung, argumentiert LivePerson. An dieser Stelle soll Co-Browsing Abhilfe schaffen, indem es mehreren Anwendern zur gleichen Zeit erlaubt, auf dieselbe Webansicht zuzugreifen. Mit den von LivePerson bereitgestellten Tools und der Browser-basierten Technologie des Mannheimer Startups will das Unternehmen die Kontaktaufnahme zwischen Nutzer und Kundenbetreuer beschleunigen.

Im Gegensatz zur Screensharing-Technologie, wie sie etwa bei TeamViewer zum Einsatz kommt, müssen sich Co-Browsing-Nutzer kein spezielles Programm herunterladen. 2012 wurde das kanadische Startup GoInstant, das zu diesem Zeitpunkt ebenfalls entsprechende Lösungen anbot, vom Cloud-Computing-Giganten Salesforce für stattliche 70 Millionen US-Dollar übernommen.
Die nun vom deutlich kleineren LivePerson eingekaufte Synchronite GmbH wurde 2008 von Christian Thum und Stefan Seedorf gegründet. Zur Übernahmesumme wollte sich das Startup gegenüber Gründerszene nicht äußern.

Bild: surawutob/panthermedia