Loudr_Gruender

Die beiden Loudr-Gründer Ryland Hale (links) und Chris Crawford

In Kooperation mit CNN präsentiert Gründerszene wöchentlich die neueste Folge des Wirtschaftsformats Smart-Business von CNN International.

In Sachen Musikrecht den Ton angeben

Songs von berühmten Künstlern covern und damit Geld verdienen – ist das rechtens? In den USA schon. Zumindest, so will es das Gesetz, wenn der Nachahmer den Urheber für jede „genutzte Kopie“ bezahlt. Doch allein die Suche nach den zuständigen Musikverlagen ist eine Plackerei, wie Chris Crawford im Video erzählt. Eine zentrale Datenbank, in der alle Titel mit Verlag aufgelistet sind, gibt es nicht. Außerdem können die Vereinbarungen von Land zu Land variieren.

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Zusammen mit Ryland Hale will Crawford daher die Musik freier Künstler ins Netz bringen und mit den wichtigsten Streaming-Diensten verdrahten. Ihre Musiklizenzenplattform Loudr, die sich um entsprechende Urheberrechte und Lizenzen kümmert, gibt es seit 2013.

„Wenn Künstler einen Song spielen, den sie nicht selbst geschrieben haben, müssen sie zuvor die Lizenzen vom Rechteinhaber erwerben. Loudr übernimmt die Verhandlungen und die Lizenzsicherung mit den Verlagen. Jedes Mal, wenn das Lied auf der Plattform verkauft wird, fließt ein Anteil an den Musikverlag“, beschreibt Crawford die Herangehensweise seines Startups. 3.000 Musiker nutzen das Angebot der Plattform derzeit.

Übrigens: In Deutschland müssen Künstler laut Urhebergesetz eine Einwilligung des Urhebers einholen, bevor sie „bearbeitete oder umgestaltete“ Werke veröffentlichen oder verwerten. Ein deutscher Ableger der US-Plattform dürfte dem ein oder anderen Interpreten hierzulande vermutlich also recht gelegen kommen.

Smart Business könnt Ihr mittwochs innerhalb von CNN Internationals Wirtschaftssendungen The Business View (ab 12.00 Uhr) und World Business Today (ab 15.00 Uhr) sehen; Bild: CNN