Lovoo gliedert Voo als Flirt-Game aus

Das Dresdner Dating-Unternehmen Lovoo (www.lovoo.net) schickt mit der Flirt-App Voo seinen eigenen Kandidaten ins Rennen gegen Tinder. Voo ist eine Ausgliederung des bestehenden Lovoo-Matching-Features, das nun eigenständig als App gelauncht wurde und von der Funktionalität kaum vom US-Vorbild zu unterscheiden ist. Auf Nachfrage von Gründerszene heißt es von offizieller Seite:

„Lovoo besitzt die Match-Funktion bereits seit dem Launch 2011. Da dies die beliebteste Funktion aller Lovoo-User ist und vor allem bei Frauen gut ankommt, haben wir uns dazu entschieden, diese Funktion als separate Gaming-App herauszubringen, um den spezifischen Ansprüchen unserer Zielgruppe gerecht zu werden.

Es war uns natürlich bewusst, dass Anbieter wie zum Beispiel Tinder auch auf dem Match Prinzip fundieren. Apps wie Tinder haben jedoch auch gezeigt, dass dieses spielerische Kennenlernen bei den Nutzern ankommt. Dies ist für uns ausschlaggebend gewesen, der Konkurrenz nicht das Feld zu überlassen und Voo zu launchen.

Der Vorteil von Voo im Vergleich zu bestehenden Apps ist die große Nutzerbasis von Lovoo (derzeit 8,5 Millionen Nutzer). Für den Erfolg einer Flirt-App ist es entscheidend, in kurzer Zeit viele Nutzer anzusprechen. Denn wenn ich die App das erste Mal öffne, möchte ich als Nutzer natürlich eine große Auswahl an möglichst vielen potenziellen Chatpartnern haben.

Aus vorangegangenen Erfahrungen wissen wir, dass wir viele Lovoo-Nutzer für die neue App Voo interessieren und hinüberziehen können. Das heißt, Voo profitiert durch die Verbindung zu Lovoo von Beginn an von einer großen Fanbasis.

Im direkten Vergleich zu Apps wie Tinder gibt es bei uns keinen Facebook-Registrierungszwang. Nutzer können sich auch per E-Mail anmelden. Zudem haben wir uns beim Interface-Design große Mühe gegeben und verschaffen den Nutzern durch Fotos im Fullscreenmodus eine große Präsentationsfläche.“

Das Konzept hinter dem Flirt-Game ist bereits eingehend bekannt: Wenn zwei User ihre Profilbilder gegenseitig positiv bewerten (bei Voo passiert dies via Herz-Vergabe), wird der Chat zum Flirten freigeschaltet. Durch die Standortermittlung werden dabei vorrangig Nutzer angezeigt, die sich in der eigenen Stadt aufhalten, sodass es auch zu einem realen Treffen kommen kann.

Das Feature, mit dem sich sowohl Voo als auch Lovoo hervortun wollen, ist der sogenannte Voo-Score, der die positiven Bewertungen addiert. Da die Profile der Nutzer App-übergreifend verknüpft sind, soll so die Popularität der User gesteigert werden.

Einiges an Aufmerksamkeit erregte hierzulande auch das Berliner Startup Mbrace nach Tinder-Vorbild – das allerdings bisher nicht mit der Größe von Voo – die Mutter Lovoo bezeichnet sich selbst als größte und erfolgreichste Flirt-App Deutschlands – oder gar Tinder mithalten kann.

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