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Neuer Partner bei Target Global: Lukasz Gadowski

Er gehörte zu den ersten deutschen Internet-Gründern: Lukasz Gadowski startete 2002 – noch während seines Studiums an der Leipziger HHL – den Textil-Shop Spreadshirt und beteiligte sich als Gründungsinvestor am Studenten-Netzwerk StudiVZ. Einige Jahre später startete er zusammen mit Kolja Hebenstreit den Company Builder Team Europe: Bekannte Startups wie Mister SpexLieferheld oder Hitfox wurden auf den Weg gebracht. Aus seinem persönlichen Blog ging später das heutige Magazin Gründerszene hervor.

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In den vergangenen Jahren wurde es dann leise um den Unternehmer. Er investierte allerdings weiterhin in Startups. Etwa vor einigen Monaten in die Caterer-Plattform Lemoncat. Dort ebenfalls unter den Investoren: der ursprünglich aus Russland stammende VC Target Global. Bei dem heuert Gadowski jetzt an – und wird Partner.

Der Investment-Fokus des Risikokapitalgebers habe ihn gereizt: Zum einen würde der VC in Startups aus dem Bereich „Consumer Internet“ investieren und auch in ausgefallenere Technologien, sagt Gadowski im Gespräch mit Gründerszene. Target ist etwa am Kreuzfahrt-Startup Dreamlines, dem Lieferdienst-Vermittler Delivery Hero und der Reiseplattform GoEuro beteiligt.

Zum anderen habe ihn aber auch das gute Team überzeugt. Mit Target-Chef Yaron Valler hat Gadowski schon beim Adtech-Unternehmen SponsorPay (heute RNTS Media/Fyber) oder Delivery Hero zusammengearbeitet, Valler war vor Target Global beim VC Hasso-Plattner-Ventures (HPV) beschäftigt. Schon damals versuchten es die beiden miteinander, eine Venture-Partnerschaft zwischen HPV und Gadowskis Company Builder Team Europe hatte allerdings nicht lange gehalten.

Beim neuen Arbeitgeber will sich Gadowski derweil auch Themen wie Drohnen stärker anschauen, beispielsweise elektronische Flieger, sagt er. „Fliegerei muss möglich sein, ohne die Luft zu verpesten“, so Gadowski. Mit seinem eigenen Geld habe er bereits in das Startup Volocopter investiert, eine bemannte Drohne.


Übersicht: 29 Gründer, die an der HHL studiert haben.

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Die Gründerinnen von Kisura, Linh Nguyen (rechts) und Tanja Bogumil (links), studierten ebenfalls an der HHL. Im April 2013 starteten sie den Curated-Shopping-Dienst für Frauen in Berlin. Ihr Startup erhielt Geld von Kiveda-CEO Michael Börnicke, Brilliant Heights, Gary Lin, der IBB und zwei Business Angels. Kisura verweist aktuell auf 100.000 Kundinnen und 40 Mitarbeiter. Bild: Kisura

Bild: Getty Images/Ralph Orlowski