massagio-Gründerteam

Völlig entspannt: Die beiden Massagio-Gründer Enno Kuntze und Alexander Freitag (rechts).

Frisches Kapital für entspannende Massagen: Der Online-Wellness-Marktplatz Massagio hat in einer Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag eingesammelt. Insgesamt habe eine Gruppe von Investoren eine Summe „von über einer Million Euro“ gegeben, sagt Massagio-Gründer Alexander Freitag.

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Zu den Investoren zählen die Müller Medien Unternehmensfamilie, die Trivago-Gründer Malte Siewert, Rolf Schrömgens und Peter Vinnemeier sowie Glispa-Gründer Gary Lin. Ebenso unterstützten Axel Springer Plug & Play und weitere Business Angels das Startup, wie der Rocket Internet Berater-Philipp Klöckner.

Freitag hat Massagio mit Enno Kuntze im März 2015 in Berlin gegründet. Auf der Plattform können sich gestresste Großstädter einen Therapeuten nach Hause oder ins Büro bestellen und sich von ihm massieren lassen. „Wir sind ein Full-Service-Dienstleister“, sagt Kuntze. Massagio vermittelt die Kontakte, stellt Rechnungen und betreut die Kunden. Dafür bezieht es eine Gebühr von 25 bis 30 Prozent.

Mittlerweile sei der Dienst in 18 deutschen Städten verfügbar, mehr als 10.000 Kunden hätten dort gebucht, erzählt Freitag. Der Service richte sich vor allem an Privatpersonen, aber auch an Büros und Hotels. „Firmenkunden werden für uns mehr und mehr interessant“, sagt Kuntze. Beispielsweise zählten Lufthansa, Bosch und Salesforce zu Massagios Kunden.

Insgesamt arbeiten mehr als 20 Menschen in der Zentrale und rund 500 freiberufliche Massage-Therapeuten im Bundesgebiet für das Startup. Monatlich erzielt es nach eigenen Angaben sechsstellige Umsätze und zweistellige Wachstumsraten.

Mit dem neuen Investment solle das Team weiter ausgebaut werden, ein Teil des Geldes werde in die Entwicklung einer App fließen, so Freitag. Ebenso solle die Expansion in europäische Nachbarländer vorangetrieben werden. Bisher gibt es das Angebot von Massagio nur in Deutschland. In welche Länder es konkret gehen soll, verrät Freitag noch nicht.

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Die Internationalisierung sei notwendig, um Märkte zu besetzen, bevor das ein Konkurrent aus dem Ausland tue, erklärt er. Allerdings müssten vorher alle Prozesse glatt laufen: „Wir sind ein großer Freund von nachhaltigem Wachstum.“

Für Freitag und Kuntze ist es bereits das zweite Startup in dem Bereich. Vor zwei Jahren gründeten sie die Plattform Wellmio, auf der Kunden Termine bei lokalen Wellness- und Schönheitssalons buchen konnten. Kurze Zeit später legten die beiden einen Mini-Exit hin und verkauften ihr Unternehmen an den internationalen Wettbewerber Treatwell. Der Konkurrenzdruck auf dem deutschen Markt war damals zu groß geworden. „Von Wellmio wussten wir, dass Kunden besonders oft Massagen buchen“, erzählt Freitag. Vor diesem Hintergrund hätten die beiden Massagio aufgebaut.

Bild: Massagio; Hinweis: Axel Springer ist Gesellschafter der Vertical Media GmbH, dem Medienhaus von Gründerszene. Weitere Informationen zur Vertical Media GmbH gibt es hier: www.vmpublishing.com.