Eve-Gruender

Die Gründer von Eve: James Fryer und Felix Lobkowicz, Kuba Wieczorek und Jas Bagniewski (von links)

Einen regelrechten Hype gab es, als 2016 Monat für Monat neue Matratzen-Startups auf den Markt kamen. Muun, Bruno, Emma oder das gutfinanzierte US-Startup Casper verkaufen mittlerweile hierzulande ihre Matratzen im Netz. Der harte Kampf um die Aufmerksamkeit der Kunden entbrannte in den folgenden Monaten.

Das deutsch-britische Eve geht jetzt den nächsten großen Wachstumsschritt: Das Unternehmen kündigt einen Börsengang an. Eve bestätigt damit entsprechende Medien-Berichte.

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Insgesamt 35 Millionen Pfund – umgerechnet 41 Millionen Euro – nimmt das Unternehmen bei dem IPO an der Londoner Börse AIM ein. Ab Donnerstag ist das Unternehmen dann an der Börse gelistet. Das neue Geld soll vor allem in das weitere Marketing des Startups fließen, heißt es.

Damit erreicht Eve eine Marktkapitalisierung von etwa 140 Millionen Pfund (165 Millionen Euro). Die Financial Times hatte bereits über eine Größenordnung von bis zu 200 Millionen Pfund spekuliert. Eine stattliche Summe bei einem Umsatz von zwölf Millionen Pfund (14 Millionen Euro) im vergangenen Jahr.

Doch das Startup will weiter aggressiv wachsen. Schon in diesem Jahr soll ein Umsatz von 45,5 Millionen Euro her, hieß es im Herbst 2016.

Jas Bagniewski, Kuba Wieczorek, James Fryer und der Deutschen Felix Lobkowicz haben Eve 2015 in London gegründet. Der Gründer Bagniewski war zuvor bei Rocket Internet, Zalando oder Groupon tätig. Mit ihrem Startup Eve konnten die Unternehmer bereits 17 Millionen Pfund von Investoren wie DN Capital und von Octopus Ventures einwerben.

Mittlerweile sind die Eve-Matratzen in zehn Ländern erhältlich. Das Prinzip der Matratzen-Startups: Ohne Zwischenhändler wollen sie die Matratzen zu einem etwas günstigeren Preis anbieten. Sie werben außerdem mit einem 100-Tage-Probeliegen.

Zu kämpfen hatten die jungen Unternehmer im vergangenen Jahr mit einem harten Urteil der Stiftung Warentest, demnach schnitt Eve mit der Note vergleichsweise schlecht ab: 

Stiftung Warentest: Miese Noten für Matratzen-Startups

Miese Noten für Matratzen-Startups

Unbequem und voller Schadstoffe? Die Stiftung Warentest hat sechs Matratzen von Startups getestet. Drei von ihnen erhielten eine schlechte Bewertung.

Bild: Eve