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Mbrace-Mitgründer Lukas Krauter

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Mbrace (www.getmbrace.com), eine Social-Discovery-App, die dir dabei hilft, neue interessante Leute in deiner Stadt kennen zu lernen. Wie funktioniert das? Man kann durch die einzelnen Profile der Nutzer swipen, welche neben einem Profilfoto auch gemeinsame Freunde und Interessen anzeigen. Wenn man ein Profil spannend findet kann man es „liken“. Wenn die andere Person einen ebenfalls „liked“, gibt einen „Match“ und man kann loslegen zu chatten und sich kennenlernen. Das hat den Vorteil das man solange anonym ist, bis von beiden Seiten Interesse bekundet worden ist.

Mbrace-Oberfläche

Darüber hinaus kann man auch eine sogenannte „Challenge“ machen. Das ist eine kleine Aufgabe, die eine andere Person ausgewählt hat und die man meistern muss, bevor man mit ihr in Kontakt treten kann. Eine meiner Challenges zurzeit ist „Recommend a nice Restaurant in Kreuzberg to me!“ – da kamen schon ein paar tolle Tipps dabei heraus. Es gibt aber auch noch Ausgefalleneres wie „Draw me a picture of you“, da muss man sich schon richtig ins Zeug legen – lohnt sich aber auch meistens ;)

Wir verstehen uns als hilfreiches Tool, dass die Vorteile der Mobilen Welt nutzt, um in der realen Welt mehr zu erleben und neue Bekanntschaften zu schließen. In Zeiten, in denen man für Studium oder Job oft in eine neue Stadt zieht, ein Auslandssemester macht oder aufgrund anderer Pläne einfach sonst viel unterwegs und zeitlich ausgelastet ist, wird so ein Tool immer nützlicher.

Hinter jedem Erfolg steckt eine Vision. Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Ruben und ich, Lukas Krauter, zählen uns selbst zur direkten Zielgruppe und so kamen wir auch auf die Idee. Wir sind beide sehr offene und kommunikative Menschen, die Lust haben, Neues zu erleben und neue Leute kennen zu lernen, – aber gleichzeitig auch sehr beschäftigt sind. Wir haben uns lange Zeit mit diesem „Problem“ beschäftigt und davon ableitend Mbrace konzeptionalisiert. Dabei haben wir uns auch angeschaut, welche Lösungen es zurzeit auf dem Markt gibt und was in unseren Augen davon funktioniert und was nicht.

Noch wichtiger als die Idee ist häufig das Team. Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

Ruben habe ich vor zwei Jahren bei HitFox kennen gelernt. Er ist einer der Gründer und war bis vor kurzem noch Geschäftsführer von HitFox ad2games. Bevor ich bei HitFox war, habe ich Mathematik an der TU München studiert und hatte dort auch schon ein kleineres Gründungsprojekt gestartet. Bei HitFox war ich zuerst im Produktmanagement und später dann als Head of Business Development  tätig. Dabei habe ich immer sehr eng mit Ruben zusammen gearbeitet und daher sind wir auch ein eingespieltes Team.

Viele Gründungsideen sind nicht gänzlich neu. Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als alle anderen?

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Gerade in unserem Bereich ist das zutreffend. Wir sind nicht die ersten, die eine App zum Kennenlernen bauen. Unsere USP ergibt sich aber aus der Umsetzung dieser sehr abstrakten Idee. Wie stellt man sicher, dass Personen mit anderen in Kontakt kommen, die sie tatsächlich auch „interessant“ finden und wie muss das Modell aussehen, damit es für jeden Teilnehmer ein positives Erlebnis wird, dass auch nachhaltig richtig Spaß macht? Unsere Lösung ist hier ein simples Produkt zu schaffen, dass den Spaß am Kennenlernen in den Vordergrund rückt, zum Beispiel durch unser Challenge-Feature, – was so noch keine andere App nutzt. Außerdem sind wir exklusiver Natur, was bedeutet, dass unsere bestehenden Nutzer entscheiden können, wer dabei sein soll und wer nicht.

Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

Andere Player in unserem Markt haben gezeigt, dass man sehr profitable Geschäftsmodelle etablieren kann. Wir werden uns daran orientieren.

Ideen umzusetzen kostet Geld. Wie finanziert Ihr Euch?

Wir haben bereits einen sechsstelligen Betrag in unsere Firma selbst investiert und sprechen gerade mit Investoren für eine weitere Runde.

Gibt es etwas, das Euch noch fehlt? Ein Mitarbeiter, ein Investor oder ein Büro?

Exzellente und top motivierte Mitarbeiter suchen wir durchgehend in allen Bereichen. Sehr gefragt sind im Moment besonders Bewerber im Bereich Business Intelligence und mobile Marketing.

Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

Ein großes Vorbild in dem Sinne gibt es nicht, aber es gibt sicherlich einige Companies von denen wir viele Best Practices übernehmen. Beispiele dafür sind das exzellente Recruiting von HitFox und das starke Business Intelligence set-up führender Mobile Games Publisher.

Stellt Euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Wie viele Leute dürfen wir da maximal einladen? Nein im Ernst, ich glaube man kann von jedem in der Startupszene extrem viel lernen, deshalb versuche ich auch mich mit so viel Leuten wie möglich in der Woche zum Lunch oder auf einen Drink zu treffen. Auch wenn es nicht direkt um Recruiting, Investorengespräche oder gezielten Wissensaustausch geht, habe ich danach eigentlich immer zwei, drei neue Ideen für unsere App.

Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

Ein Jahr ist in der berühmten Startupzeit ja fast ein Jahrzehnt – da passiert viel.. Unser Ziel ist es, dass sich bis dahin bereits Tausende neuer Bekanntschaften über Mbrace geschlossen haben.

Bilder: Mbrace