Salat

Solche und andere Salate gibt es im Feed von Mealy

Sie sehen zum Anbeißen aus, die Raffaelo-Cupcakes der Bloggerin Sarah von JustLikeMe. Mit dem Topping aus weißer Schokolade und einem halbierten Kokos-Bällchen posieren die kleinen Küchlein in rosa-getupften Papierförmchen. Auch der gebratene Lachs auf Fenchel-Pfirsich-Salat mit Aprikosen von dem Berliner Blog Fräuleinchen sieht köstlich aus. Genauso wie die Quiche von Mimis Foodblog.

Foodblogs mit kreativen Rezepten gibt es hierzulande reichlich. Doch wer hat schon Zeit, etliche Seiten zu durchforsten, bis er das passende Gericht findet? Und bei Instagram oder Pinterest gehen viele Posts unter. Es ist Zeit für eine App, die nur gelungene Rezepte bündelt, dachten sich drei Berliner Gründer: Sie haben eine Koch-App entwickelt, bei der man ausschließlich Food-Bloggern folgt. Statt Status-Updates landen im Mealy-Feed Rezepte. Zutaten lassen sich hier automatisch in Einkaufslisten übertragen, daneben kann man Beiträge favorisieren und auf Wunsch ein paar Euro an die Food-Autoren spenden.

Mealy

So sieht die App aus

Mit ihrer Android-App, die es bis Ende des Jahres auch für iOS geben soll, sind Jenny Boldt, Florian Feigenbutz und Tim Strehlow diesen September an den Start gegangen. Sich selbst bezeichnen die Gründer als „leidenschaftliche Foodies“. Sie planen, Mealy über Provisionen zu finanzieren, die sie durch Online-Bestellungen der Zutaten von Lieferanten einstreichen wollen. An diesen Einnahmen sollen die Blogger beteiligt werden.

Gründerszene gegenüber erklärt Geschäftsführerin Jenny Boldt, dass man sich gerade in Gesprächen mit verschiedenen Online-Supermärkten befinde, die Bestell-Option aber noch bis Ende des Jahres in die App integrieren wolle. Hinzukommen könnten außerdem kostenpflichtige Premium-Rezepte. Auf die Einführung eines solchen Features könnte man Boldt zufolge aber auch verzichten – wenn die Nutzer denn bereit wären, für die derzeit 150 kostenlosen Rezepte zu spenden.

Bis es soweit ist, kann man die geschmacklichen Ergüsse von bislang 40 Bloggern noch frei verfolgen. Unterm Strich ist das vor allem schön anzusehen. Aber das Auge isst ja bekanntlich mit.

Bilder: Mealy