Daniel

Ich bin durchschnittlich 16 Stunden am Tag wach (die Zeit kurz nach dem Aufwachen morgens zähle ich mal nicht dazu). Davon bin ich sieben Stunden in der Schule, esse eine Stunde, lese zwei Stunden Fantasy-Bücher. Und daneben spiele ich und schreibe mit Freunden.

In der Schule haben wir so gut wie gar keinen Umgang mit sozialen Medien, was ich schade finde. Manchmal gehen wir mit unserer Englisch- und Französischlehrerin an den Computer und machen Aufgaben für den Sprachunterricht, das war’s dann aber auch schon.

Auf dem Nachhauseweg heißt es dann: Kopfhörer ins Ohr, Musik an und die während der Schule gekommenen WhatsApp-Nachrichten beantworten. Wenn ich zuhause angekommen bin, schau ich kurz mal auf Twitter vorbei, ob dort irgendjemand etwas Interessantes geschrieben hat, meistens ist das aber nicht der Fall. Ich bin der Einzige in meinem Freundeskreis, der überhaupt Twitter nutzt. Ich hab mich da mal angemeldet, um ein paar Leuten zu folgen, mit denen ich „The Elder Scrolls Online“ auf der PlayStation 4 – das ist ein Rollenspiel – gespielt habe. Da schaue ich jetzt noch ab und zu, was sie tweeten. 

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Danach mache ich Hausaufgaben. Und dann lege ich mich aufs Bett, schalte den Fernseher und meine PS4 an, fange an zu spielen und rede über das Chatportal mit Kumpels.

Währenddessen werfe ich ab und zu mal einen Blick auf mein Handy, schaue mir YouTube-Videos an oder spiele dort. Facebook existiert in meinem normalen Alltag gar nicht: Ich habe alle Facebook-Features ja auch bei Twitter. Ich selbst bin außerdem kein Fan von Instagram, einige meiner Freunde verbringen da aber den ganzen Tag. Ich stehe eher auf YouTube: Videos anschauen macht mir echt Spaß. Manchmal durchforste ich auch Twitch, finde dann Streamer, mit denen ich spiele, das gefällt mir wirklich. 

Meine Schwester nutzt außerdem viel Snapchat, aber meine Kumpels und ich tun das nicht. Wir haben WhatsApp, damit kann man ja im Grunde ähnliche Dinge machen. 

Ich kann mir sogar vorstellen, ohne Handy oder Playstation zu leben – und zwar ganz entspannt. Ich nutze das zwar oft, aber wenn die Geräte jetzt weg wären, wäre das trotzdem okay. Dann mache ich halt was anderes. Ich habe ja noch genügend Bücher zu lesen.

Bild: Gründerszene / Chris Marxen