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Christian Dominka und Jörg Frohberg (von links) leiten Merolt

In seinem vorherigen Job kam Jörg Frohberg die Idee für Merolt: „Ich war als Unternehmensberater damals viel auf Reisen und habe festgestellt, dass nur Großkonzerne Zugriff auf günstige Hotelkonditionen erhielten, mittelständische Unternehmens jedoch den vollen Preis bezahlen mussten“, erzählt Frohberg. Und das wollte er ändern.

Gemeinsam mit Christian Dominka und Alexandra Hucke gründete er deswegen in Leipzig das Startup Merolt, das zur ersten Klasse des Spinlab HHL Accelerator zählte. Ihre erste Idee: Für kleine oder mittelständischen Unternehmen günstigere Hotel-Preise auszuhandeln. Dieses Konzept erwies sich jedoch als zu kompliziert.

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Die Gründer entschieden sich für eine Neuausrichtung und bauten eine eigene Buchungsplattform, die die Angebote von großen Portalen wie beispielsweise HRS oder Expedia bündelt. Zusätzlich hat das Startup Kooperationen mit Anbietern ausgehandelt, die Großhandelspreise haben. Die Merolt-Kunden können alle Buchungen über das Portal abwickeln und haben so die Daten gesammelt an einem Ort. Für Gründer Jörg Frohberg ist das der größte Vorteil, den sein Startup bietet, weil die Unternehmen so nicht nur Geld, sondern Zeit sparen. Für ihn ist Merolt „das Trivago für B2B“.

Geld verdient Merolt über ein Affiliate-Modell oder ausgehandelte Provisionen mit den Partnern. Nach einer Seed-Finanzierung im November 2015 konnten die Gründer nun einen hohen sechsstelligen Betrag einsammeln, wie Gründerszene exklusiv erfuhr. Zu den Geldgebern zählen Grazia Equity und mehrere Business Angels, wie die Gründer von Flaconi oder Trivago. Mittlerweile haben sich mehr als tausend Unternehmen bei Merolt registriert.

Das Startup ist allerdings in einem umkämpften Markt unterwegs. Für viele Nutzer sei auf den ersten Blick der Unterschied zu B2C-Plattformen – wie beispielsweise Opodo, Kayak oder Trivago – schwer zu erkennen, sagt der Gründer. Außerdem fehlen dem Startup noch große Kooperationspartner wie Booking.com, um eine Gesamtübersicht der Preise zu liefern. Im kommenden Jahr plant das Startup sein Angebot auf Flüge, Mietwagen und Bahnbuchungen auszuweiten.

Bild: Merolt