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In der vergangenen Woche haben die Kunden von Emmas Enkel eine Email bekommen, die sie überrascht haben dürfte: Bis Ende des Monats soll der Online-Handel des Düsseldorfer Startups eingestellt werden, heißt in der Mail, die Exciting Commerce veröffentlicht hat. Der Service endet demnach Ende September.

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„Es ist richtig, dass der Online-Handel eingestellt werden soll, aber die Marke Emmas Enkel wird weiter bestehen bleiben“, sagte eine Konzernsprecherin der Metro  auf Nachfrage. In ein paar Tagen werde der Konzern verkünden, wie es mit Emmas Enkel weitergehen soll. Das Unternehmen werde nicht vom Markt verschwinden, so die Sprecherin.

Emmas Enkel wurde im Jahr 2011 von Sebastian Diehl und Benjamin Brüser gegründet. Die Läden des Startups sollten dabei an kleine Tante-Emma-Läden von früher erinnern, mit einem übersichtlichen Sortiment und Beratung. Kaffeetrinken wie in einem Café konnte man in den drei Geschäften in Berlin, Düsseldorf und Essen auch. Außerdem ließen sich die Waren vor Ort mit dem Smartphone einscannen und sich dann nach Hause liefern lassen – volle Einkaufstüten sollten die Kunden der neuartigen Tante-Emma-Läden nicht mehr schleppen müssen.

2014 stieg der Handelskonzern Metro mit einer 15-prozentige Beteiligung bei dem Unternehmen ein, vor vier Monaten übernahm der Investor dann den Hauptanteil von 93 Prozent. Zeitgleich zogen sich die beiden Gründer aus dem operativen Geschäft zurück. Die Höhe des Kaufpreises kommunizierten die Beteiligten nicht. Noch im Juli diesen Jahres verkündeten sie, das Internet-Geschäft des Startups weiter ausbauen zu wollen. Im Zuge dessen wurden auch die drei Läden, die Emmas Enkel bis dato betrieb, geschlossen.

Bild: Screenshot Emmas Enkel / Facebook Getty Images