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Der Metro-Konzernsitz in Düsseldorf

Metro gründet Investmenteinheit für Jungunternehmen

Deutschlands größter Handelskonzern will verstärkt in Startups investieren: Die Düsseldorfer Metro-Gruppe hat eine neue Tochtergesellschaft gegründet, die sich an vielversprechenden Jungunternehmen beteiligen soll.

Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, hat die Metro Innovations Holding bereits ihr erstes Investment getätigt: Bei der niederländischen Liveshopping-Plattform iBood wurde eine Minderheitsbeteiligung im zweistelligen Prozentbereich erworben. Schon einmal wollte die Metro bei iBood einsteigen, damals verhinderte aber ein Veto von Metro-Minderheitseigner Erich Kellerhals die Übernahme.

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Außerdem stockt die Metro die Anteile am Re-Commerce-Anbieter Flip4New auf, bei dem die Tochtergesellschaft Media-Saturn seit Oktober 2012 beteiligt ist.

Der Handelsriese will mit der neuen Tochtergesellschaft allerdings nicht nur in E-Commerce-Unternehmen investieren, wie Vorstand Pieter Haas der Lebensmittelzeitung erklärte. Man werde nicht zwangsläufig „nur in Unternehmen investieren, die mit E oder I anfangen“.

Wichtiger seien hingegen mögliche Synergien: Im Beispiel von iBood sei dies einerseits die Möglichkeit, im Bereich Community Building von den Niederländern zu lernen; andererseits könne iBood vom gigantischen Beschaffungsvolumen der Metro profitieren. Damit ließe sich der Umsatz der Liveshopping-Plattform von heute 30 Millionen Euro auf einen „dreistelligen Millionenbetrag“ steigern.

Bild: Metro AG