Steve Ballmer tritt zurück

Nachfolger für Ballmer gesucht

Microsoft-Chef Steve Ballmer tritt zurück – allerdings nicht mit sofortiger Wirkung. Zwölf Monate bleibt er noch im Amt, teilt der Softwarekonzern mit, in dieser Zeit soll ein Nachfolger gefunden werden. Den Angaben zufolge will Ballmer in den Ruhestand treten, zuvor will er allerdings noch „die nächsten Stufen zur Transformation hin zum Geräte- und Dienstleistungsanbieter“ anstoßen.

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Seit einer Weile schon hatte sich Microsoft wieder mehr auf Hardware fokussiert, neben der Spielekonsole Xbox zuletzt etwa auf Tablets aus der „Surface“-Reihe. Allerdings mit mäßigem Erfolg, vor wenigen Wochen kündigte der Konzern an, in dem Geschäft rund 900 Millionen US-Dollar abzuschreiben. Auch beim zusammen mit dem finnischen Handyhersteller Nokia gestartete (Neu-) Anlauf bei den Smartphone-Betriebssystem blieben die Erfolge weitestgehend aus. Hierzulande hatte sich Microsoft zuletzt insbesondere durch den Start eines Accelerator-Programms hervorgetan – sicherlich auch, um frische Ideen in den Konzern zu holen.

Ballmer hatte die Führung des Softwarekonzerns im Jahr 2000 von Gründer Bill Gates übernommen. Letzterer soll auch in dem Komitee mitarbeiten, das Ballmers Nachfolger sucht. Den Vorsitz des Gremiums werde währenddessen Verwaltungsratsmitglied John Thompson haben, der früher die Softwarefirma Symantec leitete.

Gerade erst war abseits der jüngsten Meldung bekannt geworden, dass der langjährige Windows-Chef Steven Sinofsky als Board Partner zum bekannten VC Andreessen Horowitz wechselt.

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