LinkedIn-CEO Jeff Weiner, Microsoft-CEO Satya Nadella und LinkedIn-Mitgründer Reid Hoffman (v.l.)

Ein Mega-Verkauf: Microsoft wird alle Anteile des Karrierenetzwerks LinkedIn für insgesamt 26,2 Milliarden US-Dollar übernehmen. Der Technologie-Konzern bietet dabei 196 US-Dollar pro Aktie des seit 2011 an der New Yorker Börse notierten Netzwerks. Das sind fast 50 Prozent mehr als der Preis, bei dem das Papier am Freitag zu Börsenschluss notierte.

Die Aufsichtsräte der Firmen stimmten der Transaktion ausnahmslos zu. Sie soll noch in diesem Jahr vollzogen werden, der Vertrag ist bereits unterzeichnet. Die Zustimmung der Regulierungsbehörden und der Aktionäre steht noch aus.

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Wie beide Unternehmen am Montag mitteilen, solle die Marke LinkedIn erhalten bleiben, ebenso die Unabhängigkeit und die Unternehmenskultur des Karrierenetzwerks. CEO Jeff Weiner bleibe an der LinkedIn-Spitze und werde künftig an Microsoft-CEO Satya Nadella berichten.

LinkedIn wurde im Jahr 2003 von Reid Hoffman, dem Deutschen Konstantin Guericke und einigen weiteren Valley-Köpfen in Kalifornien gegründet. Seit Februar 2009 gibt es das Netzwerk auch auf Deutsch, insgesamt zählt es heute über 433 Millionen Mitglieder. Hierzulande gibt es etwa acht Millionen Nutzer.

Den LinkedIn-Aktienkurs schoss nach der Verkündung zunächst massiv in die Höhe und legte um mehr als 48 Prozent zu (Stand 15:35 Uhr). Der Preis der Aktie liegt jetzt bei 193 US-Dollar. Auch der deutsche Konkurrent Xing profitiert: Dessen Kurs stieg schnell um über acht Prozent auf über 180 Euro pro Aktie.

Übrigens: Der ein oder andere Witz wird im Netz schon über den Deal gerissen:

Nadella und Weiner im Gespräch über den Verkauf:

Bild: Microsoft; der Artikel wird laufend aktualisiert.