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Microsoft-Milliarden für Nokia?

Der Softwareriese rund um CEO Steve Ballmer, Microsoft, stand angeblich in Kaufverhandlungen mit dem einstigen Handygiganten Nokia, berichtet das Wall Street Journal mit Verweis auf ungenannte Quellen. Microsoft war demnach primär an der Handset-Sparte, also Handys, Smartphones und Co, interessiert. Der Verkauf soll am Preis und Nokias strauchelnder Marktlage gescheitert sein. Gänzlich vom Tisch sind die Gespräche wohl dennoch nicht.

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Der Kauf Nokias durch Microsoft würde nicht nur deshalb Sinn ergeben, da beide Parteien bereits eine langfristige und milliardenschwere Kooperation pflegen – Nokia vertreibt Microsofts mobiles Betriebssystem Windows Phone und erhält im Gegenzug finanzielle Mittel für Marketing und Entwicklung. Auch benötigt der Redmonder Konzern neben seiner Software-Vormachtstellung und dem Konsolen-Segment ein eigenes herausstechendes Hardware-Business (hier dürfte das Surface-Tablet nicht ausreichen), um gegen Konkurrenten wie Samsung, Apple und Co bestehen zu können.

Das finnische Unternehmen unter Konzernchef Stephen Elop erstrahlt schon länger nicht mehr im Glanz alter Zeiten. Auch wenn sie in Teilmärkten ganz vorne mit dabei sind, liegen sie – auch die Kooperation mit Microsoft – im aufstrebenden Smartphone- und mobilen Markt abgeschlagen zurück. Während Android, unter anderem angespornt durch gut laufende Samsung-Verkäufe, den Markt mit einer Durchdringung von 75 Prozent klar dominiert, hinken moderne Nokia-Smartphones mit dem Betriebssystem Windows Phone und dessen Durchdringung von unter vier Prozent derzeit stark hinterher.

Bild: Flickr/Robert Scoble