Die Kukimi-Gründer Daniel Verst (CEO, links) und Laurent Kaestli (COO, rechts). Mitgründerin Laura Kroth (Mitte) verließ im Januar das Unternehmen.

Kalorienarm, aber schmackhaft. Tausende Diäten versprechen genau das. Die Frauenzeitschrift Brigitte beispielsweise ködert so seit 1969 mit ihrer berühmten Brigitte-Diät die Leserinnen. Doch mittlerweile sollen Diäten nicht nur lecker sein, sondern auch zeitsparend. Hier setzt das Berliner Startup Kukimi an: Die Kunden bekommen die gesunden Gerichte für ihr Diät-Programm nach Hause geliefert – verzehrfertig und abgepackt in Plastiktüten, die das Startup „Aroma-Beutel“ nennt, weil sie den Geschmack und die Nährstoffe in dem Essen erhalten sollen. Innerhalb von neun Minuten ließen sich alle Gerichte im Wasserbad aufwärmen, verspricht das Unternehmen. Abnehmen mit minimalen Aufwand also.

Gestartet wurde Kukimi im vergangenen Jahr von Atlantic Internet, dem Company-Builder von Christophe Maire. Jetzt stockt Maire über Atlantic Labs – der neue Name von Atlantic Internet – bei Kukimi auf und holt weitere Investoren an Bord: Den High-Tech Gründerfonds (HTGF), der üblicherweise 500.000 Euro investiert, Seedcamp sowie Business Angel Lars Dittrich. Die siebenstellige Summe will Kukimi in die Expansion, Produktentwicklung und weitere Marketingmaßnahmen investieren.

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Die Kunden wählen auf der Homepage des Startups zwischen vier verschiedenen Diät-Programmen: Classic, Vegan, Fitness und Kennenlernen. Wählt man beispielsweise die Classic-Diät für eine Woche mit einem Gericht pro Tag, verlangt Kukimi 58,45 Euro, also 8,35 Euro pro Essen. Je mehr Gerichte auf einmal bestellt werden, desto günstiger wird das Diät-Programm. Insgesamt hat Kukimi 20 Mahlzeiten zur Auswahl. Damit die Fertiggerichte frisch beim Kunden landen, verwendet das Startup die von Restaurants bekannte Sous-vide-Technik. Dafür werden alle Zutaten unter Vakuum gegart und in Plastiktüten verschickt. Nährstoffe und Vitamine sollen so erhalten bleiben und die Gerichte ohne Zusatzstoffe lange haltbar machen.

Für die nächsten Monate plant Kukimi, auch die gehypten Paleo- und Detoxgerichte in das Angebot aufzunehmen. Laurent Kaestli und Daniel Verst gründeten das Startup gemeinsam Anfang 2014. Laura Kroth, die zunächst ebenfalls zum Gründerteam zählte, verließ das Unternehmen im Januar. Insgesamt hat Kukimi fünf feste Mitarbeiter.

Bild: Kukimi