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Boku übernimmt Mopay aus München

Bewegung im Mobile-Payment-Markt: Das US-Startup Boku, nach eigenen Angaben weltweit führend bei Zahlungen über die Mobilfunkrechnung, übernimmt in einem Share-Deal den deutschen Konkurrenten Mopay. Den Verkaufspreis kommunizieren die Beteiligten nicht.

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Mopay wurde 2000 als Mobile-Marketing-Unternehmen von Ingo Lippert, Christian Hinrichs und Armin Barbalata unter dem Namen MindMatics in München gegründet. Das Mobile-Marketing-Geschäft wurde später ausgegründet und unter dem Namen Clanmo 2011 an den US-amerikanischen IT-Riesen Sapient verkauft. Ebenfalls ausgelagert wurde das Mobile-Messaging-Geschäft, das heute als MindMatics Secure Messaging firmiert, etwa 15 Mitarbeiter beschäftigt und im September an den britischen Mobilfunkkonzern Acision ging.

Der Bereich mobiler Zahlungsdienstleistungen verblieb in der Mopay AG, die mittlerweile über 100 Mitarbeiter an Standorten in Brasilien, China, Deutschland, Großbritannien, Österreich und den USA beschäftigt. Zu den Kunden gehören etwa Games-Unternehmen wie Bigpoint oder Gameforge. Der Mopay-Käufer Boku verfügt mit Facebook, Sony, Spotify oder Electronic Arts ebenfalls über eine prominente Partnerliste.

„Der Zusammenschluss bündelt die Stärken beider Unternehmen“, kommentierte Mopay-CEO Ingo Lippert die Übernahme. Der CEO sowie CFO Christian Hinrichs blieben „dem Unternehmen zunächst erhalten“, bestätigte Lippert gegenüber Gründerszene.

Zu den Investoren von Mopay gehören unter anderem T-Venture, Holtzbrinck Ventures und DFJ Esprit. Sie erhalten nun Anteile an Boku – zu den Geldgebern des Startups mit Sitz in San Francisco zählen bislang unter anderem die VCs Andreessen Horowitz, Khosla Ventures, Benchmark Capital und Index Ventures.

Bild: © panthermedia.net / Zdeněk Malý