Move24

Das Management-Team von Move24: Marcel Rangnow, Ante Krsanac und Anton Rummel (von links).

Das Berliner Umzugs-Startup Move24 (vormals Movago) schränkt sein Geschäft ein: In Italien und Spanien will sich das Unternehmen in Zukunft vor allem auf das internationale Geschäft konzentrieren – Umzüge innerhalb Italiens und Spaniens werden demnach nicht mehr aktiv vorangetrieben. Das gibt das Unternehmen auf Nachfrage von Gründerszene an.

Das hat auch Konsequenzen für die Mitarbeiter. „Anpassungen im Fokus des Geschäftsfeldes“ würden immer auch mit „Anpassungen im Team“ einher gehen, heißt es von Move24. Angaben zur Zahl der wegfallenden Stellen macht das Startup allerdings nicht. Nur so viel: Die Aufgaben der Länderteams würden „entsprechend der neuen Ausrichtung verschoben“ – während vor allem die Verkaufseinheiten von der Umstrukturierung betroffen seien, werde der Bereich Operations „wie gehabt“ weitergeführt. Dabei handle es sich immer um Einzelfall-Lösungen.

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Beibehalten werden soll indes das Geschäft in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Schweden. Ante Krsanac, Co-CEO von Move24, erklärt gegenüber Gründerszene: „Durch den Abschluss von wichtigen Marketing-Kooperationen in unseren vier Kernmärkten wird Move24 in der Zukunft einen starken Fokus auf diese Märkte legen.“ Diese neue Strategie kommt überraschend, denn in den vergangenen Monaten hatte das Startup öfter seine internationale Aufstellung mit insgesamt zehn Märkten betont, neben den bereits genannten gehören Österreich, die Niederlande oder Dänemark dazu, wo „aktuell weiterhin Umzüge ausgeführt“ würden.

In Deutschland hatte Move24 zuletzt insbesondere durch einen Werbespot Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Darin geht es um Donald Trumps Umzug ins weiße Haus: Noch-Präsident Obama wacht eines Morgens neben dem zukünftigen Präsidenten auf. „Schneller umziehen“, lautet der Slogan. Fast die Hälfte aller Umzugsanfragen könne das Unternehmen derzeit auf den Spot zurückführen, heißt es vom Unternehmen.

Daneben setzt Geschäftsführer Krsanac große Hoffnung in die vor einem Monat angekündigte Kooperation mit ImmobilienScout24: Die bekannte Plattform will Umzugsanfragen vornehmlich an Move24 verkaufen – Hauptkonkurrent Movinga soll deutlich weniger vom Kuchen abbekommen. In Frankreich und Großbritannien seien es die Kooperationen mit dem Kleinanzeigenportal LeBonCoin beziehungsweise seit Dezember vergangenen Jahres mit dem britischen Immobilienportal Zoopla, die neue Kunden bringen würden.

Erst im Oktober verkündete Move24 seine Serie-B-Finanzierung in Höhe von 13 Millionen Euro. Die bestehenden Investoren Holtzbrinck VenturesDN Capital, Piton Capital und Cherry Ventures führten die Runde an. Neu eingestiegen war Innogy, ein Tochterunternehmen des Energieriesen RWE. Insgesamt haben die Geldgeber nach Unternehmensangaben rund 23 Millionen Euro in das Berliner Unternehmen gesteckt.

Bild: Move24