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Movinga kann gute Nachrichten gebrauchen. Erst vor kurzem verließen die beiden Gründer, Bastian Knutzen und Chris Maslowski, ihr Umzugsstartup, etwa 200 Mitarbeiter mussten gehen und drei Märkte wurden eingestampft. Ein Grund für den Umbruch: Das mit insgesamt knapp 30 Millionen Euro finanzierte Unternehmen verbrannte monatlich etwa fünf Millionen – bis nicht mehr viel übrig war.

Der Altinvestor Rocket Internet wollte sich stärker engagieren, so viel war bereits bekannt. Nun ist die Finanzierung geschlossen: Movinga habe eine Zusage über knapp fünf Millionen Euro bekommen – in Form eines Wandeldarlehens. Das berichtet das Manager Magazin, und es wurde von dem Unternehmen bestätigt. Aus informierten Quellen heißt es gegenüber Gründerszene, der Betrag liege zwischen fünf und zehn Millionen Euro. Das Geld solle bis zum Frühjahr 2017 reichen.

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Neben dem Rocket-Fonds Global Founders Capital erhöht auch der Altinvestor Earlybird seinen Anteil. Der bekannte VC Index ziehe ebenfalls mit, reduziere aber seine Beteiligung, heißt es beim Manager Magazin. Als Neuinvestor sei Stephan Schubert, der Onvista-Gründer, dabei. Wie aus Branchenkreisen zu hören ist, investieren einige der zahlreichen Business-Angels bei der Runde ebenfalls wieder.

Mit einem weiteren Umbau des Managements soll jetzt ein Neustart gelingen: Jochen Cassel arbeitet als neuer CFO im Unternehmen. Er kommt vom Modehändler Zalando, wo er für die Finanzreportings zuständig war. Nach ein paar Monaten soll der neue Finanzchef neben Finn Hänsel und Christoph Müller-Guntrum zum dritten Geschäftsführer aufsteigen. Außerdem wird Uwe Sandner neuer CTO bei dem Umzugsstartup, heißt es aus Unternehmenskreisen. Er war zuvor in gleicher Position bei Ströer Mobile Media. Das Startup wollte sich am Freitagmorgen gegenüber Gründerszene zur Finanzierung und den Personalien nicht äußern.

Gerade der Posten des CFOs ist für Movingas Neustart entscheidend: Schließlich gibt es Forderungen über etwa acht Millionen Euro, bei denen nicht klar ist, ob die Kunden überhaupt bezahlt haben. Das Unternehmen hat ein Team gebildet, dass das Geld finden soll.

Die WHU’ler Knutzen und Maslowski hatten das Startup Anfang 2015 gegründet, anfänglich als studentische Umzugshilfe. Später entwickelten sie ein Portal, um Überkapazitäten von Umzugsunternehmen zu nutzen und diese besser auszulasten.

Bild: Movinga; Hinweis: Die Bestätigung von Movinga wurde nachträglich ergänzt.