Gluecklich

So glücklich, dass es quietscht. Die drei Happy-Gründer von My Better Life: Normann Broschk, Christian Vater und Marvin Geilich.

Der globale Wachstumsmarkt „Well-Being“ ist bis jetzt an mir vorbei gegangen. Oder ist das dieser neue Sauberkeitsfimmel bei der Generation Y, die am liebsten ihren Körper und ihr ganzes Leben entgiften und porentief reinigen möchten? Es gibt jedenfalls ein neues Startup, das in diesem Bereich durchstarten möchte und nach eigener Auskunft schon vor dem Start mehrere Millionen Euro wert ist.

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Das „Glücks-Startup“ heißt My Better Life, hat laut aktueller Pressemitteilung seine Seed-Finanzierung abgeschlossen und startet in die Betaphase. Bei der Finanzierung handelt sich laut Selbstauskunft um eine „signifikante sechsstellige Summe“. Ob es in der Betaphase auch schon in der Lage ist, seine Kunden richtig glücklich zu machen? Versprochen wird jedenfalls nicht weniger als „eine bessere Lebensqualität und ein glücklicheres Leben“. Nicht übel.

Supernanny Saalfrank und Schuldnerberater Zwegat helfen mit

Aber wie soll das funktionieren? Offenbar ist ein „Online-Coaching“ mit sieben Experten die Lösung. Und zwei Persönlichkeiten aus den Niederungen des Trash-TV helfen mit: Peter Zwegat, der etwas aus der Zeit gefallene Schuldnerberater aus der Sendung „Raus aus den Schulden“, und die strenge aber gütige Supernanny Katia Saalfrank.

Dazu gibt es Experten für Beauty, Freizeit, Gesundheit, Zeitmanagement oder Arbeit. Das Angebot soll im Gegensatz zu denen der Mitbewerber „maßgeschneidert und ganzheitlich“ sein. Man registriert sich und dann wird ein Mix aus Audio, Video und Text hergestellt, der in der Lage sein soll, uns zu einem glücklicheren Leben zu verhelfen.

Hinter My Better Life aus Berlin stecken der „Chief Happiness Officer“ Christian Vater, „Happy Product Officer“ Normann Broschk und „Happy Content Director“ Marvin Geilich. Und irgendwie überfällt mich nach eingehender Happy-Lektüre der Happy-Website vor lauter Happiness eine unbändige Lust auf sinnlose Gewalt.

Wir freuen uns trotzdem auf das Programm und werden es für euch testen – und dann berichten, ob sich Lebensglück tatsächlich digitalisieren lässt.

Foto: My Better Life; auf Facebook: Getty Images / Barbara Stiller