„Das Spiel wird nicht über den Preis gespielt, sondern über die Qualität“

MyDriver (www.mydriver.de), der Limousinen-Service des Autovermieters Sixt, will dem deutschen Taximarkt Konkurrenz machen. Mit einer eigenen Fahrzeugflotte und eigenen Fahrern will MyDriver seinen Service in sechs deutschen Großstädten stark ausbauen: „Wir werden mittelfristig mehrere hundert Fahrer selbst einstellen“, sagte MyDriver-Chef Carl Schuster dem Handelsblatt. „Wir wollen in den Großstädten mehr als zehn Prozent vom Taximarkt.“ In Berlin und Hamburg wird der neue Service mit zwanzig eigenen Fahrzeugen bereits seit Anfang des Jahres angeboten.

Bisher hatte MyDriver für sein Angebot mit lokalen Chauffeur-Diensten kooperiert, nun also eigene Fahrer. „Es gibt zwei Faktoren, warum wir diesen Service jetzt anbieten: Erstens wollen wir in den Städten flächendeckend verfügbar sein. Zweitens können wir so die Qualität einheitlich durchsteuern“, so Schuster zu Gründerszene. Künftig wolle MyDriver deutschlandweit eine Million Fahrten jährlich machen. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg: 2013 waren es monatlich mehr als 5000.

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Mit dem neuen Service sieht sich MyDriver als direkter Konkurrent zu den Taxiunternehmen: „Wir machen keinen Preisdruck, weil unsere Preise nicht unter denen der Taxis liegen“, erklärt Schuster. „Das Spiel wird nicht über den Preis gespielt, sondern über die Qualität.“ Deutsche Taxiunternehmen sehen sich schon länger von privaten Limousinen-Services unter Druck gesetzt: Im April 2013 soll der Branchenverband Taxi Deutschland den Limoservice MyDriver unter anderem für den Werbespruch „Günstiger Preis auf Taxi-Niveau“ abgemahnt haben.

MyDriver konkurriert mit seinem Service sowohl mit dem US-Konzern Uber als auch mit dem deutschen Unternehmen Blacklane, an dem unter anderem Daimler und Carsten Maschmeyer mit seiner Firma Alstin beteiligt sind. Medienberichten zufolge wollte Sixt zunächst ebenfalls bei Blacklane einsteigen, kopierte dann aber mit MyDriver das Konzept.

Bild: MyDriver