MyLorry

Wer seid Ihr und was macht Ihr?

Wir sind Max, Tom, Benjamin und Toni, die Gründer von MyLorry (www.mylorry.com). MyLorry ist Desktop- und mobile App, die Kunden mit Transporteuren in ihrer Umgebung in Echtzeit verbindet. Wann immer man einen Transport benötigt – die Angabe von Abhol- und Lieferadresse sowie was transportiert werden soll, genügen: MyLorry findet auf Knopfdruck einen Fahrer mit entsprechendem Fahrzeug, der den Transport schnellstens ausführt.

Wie seid Ihr auf Eure Idee gestoßen?

Jeder von uns hatte schon einmal das Problem, dass zum Beispiel eine Freundin oder der Nachbar gefragt hat: „Kannst du mal eben mit anpacken“. Das Ergebnis ist oft ein ganzer Samstag, der mit Schleppen oder auch Hin- und Herfahren verbracht wird. Wir haben nach einer Lösung gesucht, um das elegant zu umgehen, aber nichts gefunden. Dann haben wir uns den Markt genauer angesehen und bei innerstädtischen Kleintransporten ein großes, ungenutztes und digitales Potenzial erkannt und MyLorry gegründet.

Wer sind die Gründer, was habt Ihr vorher gemacht und wie habt Ihr zueinander gefunden?

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CEO Max von Waldenfels kennt die Startup-Szene aus Berater- und VC-Sicht. Er ist für die Unternehmens- und Produktentwicklung zuständig. COO Benjamin Pochhammer kennt die Startup-Welt aus Gründersicht. Sein bekanntestes Startup 1000jobboersen.de hat er erfolgreich verkauft. Benjamin verantwortet die Bereiche Vertrieb und Kooperationen. CMO Toni Kappesz bringt als langjähriger Agenturinhaber Kommunikationserfahrung mit und ist für das Marketing verantwortlich.

CTO Tom Krause ist Seriengründer und hat schon viele Startups aufgebaut und kümmert sich naturgemäß um die technische Seite des Unternehmens. Wir kennen uns aus verschiedenen gemeinsamen Projekten und sind schon lange befreundet. So konnten wir schnell und sehr effizient durchstarten.

Was ist Euer USP und was macht Ihr anders als die Konkurrenz, wie zum Beispiel Shiply?

Wir bieten eine Instant-Delivery-Lösung, bei der der Kunde in wenigen Klicks auf einfachste Weise seinen Transportbedarf löst. Wir setzen uns bewusst von Auktionsmodellen ab, bei denen die Kunden teilweise Stunden auf Angebote warten müssen. Im Gegensatz zu weiteren Anbietern beschränken wir uns nicht bei der Größe des Transportgutes, bieten eine direkte Verbindung zum ausliefernden Transporteur über die App an und sind damit idealer Anbieter für Consumer-2-Consumer-(C2C)-Lieferungen – ein extrem wachsender Markt, den kein Anbieter bisher bedient.

Dies unterstreichen viele unserer Features, die eine Bestellung für den Endkunden bequem machen, wie zum Beispiel GPS-Tracking, Tragehilfe, Foto-Funktion, digitale Rechnungen et cetera.

Zum Business: Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell? Und wie groß ist das Marktpotenzial?

Unser Geschäftsmodell basiert auf einer Kommission, die wir vom Transporteur für einen erfolgreich vermittelten Auftrag nehmen. Weitere transportdienstnahe Ertragsquellen sind in der Pipeline. Der Markt, der unseren Hauptfokus darstellt, nämlich die C2C-Lieferungen, wächst in den nächsten Jahren im zweistelligen Milliardenbereich, wenn man zum Beispiel an die Online-Marktplätze wie Craigslist, Ebay Kleinanzeigen, DaWanda oder Stuffle et cetera denkt und die daraus resultierende Nachfrage an Lieferungen.

MyLorry bietet natürlich auch die ideale Lösung für innerstädtische B2B-Lieferungen. Außerdem lässt sich unser Produkt leicht in Online- oder Retailshops integrieren. Das Marktvolumen dieser Märkte ist offensichtlich riesig.

Wie finanziert ihr Euch?

Wir haben innerhalb kurzer Zeit eine gute Angel-Investorenrunde eingesammelt. In der nächsten Runde werden institutionelle Investoren beziehungsweise Partner gesucht, die MyLorry beim Wachstum und bei der Internationalisierung unterstützen.

Was hat euch am Microsoft Accelerator gereizt und wie habt ihr es dort hinein geschafft?

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Microsoft bietet uns eine Unterstützung, die Plattform IT-seitig auf ein sehr schnelles, sicheres und effizientes Niveau zu heben. Neben Mentoring und der hilfreichen PR kann Microsoft aufgrund seiner Marktpenetranz bei vielen seiner für uns sehr attraktiven Kunden einen direkten Kontakt ermöglichen.

Gibt es ein großes Vorbild für Euch?

Unser Ziel ist es, irgendwann selbst zum Vorbild für andere zu werden. Allerdings ist das natürlich ein weiter Weg, den wir gerade beginnen.

Stellt Euch vor, Ihr könntet ein Lunch gewinnen. Wen würdet ihr aus der deutschen Startup-Branche gerne mit an den Tisch holen?

Mathias Döpfner, weil er die Zeichen der Zeit erkannt und aus einem traditionellen Print-Verlag einen modernen digitalen Konzern gemacht hat.

Wo steht Ihr heute in einem Jahr?

Für 2014 planen wir die Expansion. Wir starteten jetzt in Berlin, weitere Ballungsräume folgen Anfang des nächsten Jahres. Ebenso die Internationalisierung, die im Laufe 2014 in Angriff genommen wird. Außerdem werden wir weitere Features, wie zum Beispiel eine In-App-Payment-Lösung, zeitnah einbauen.

Bild: MyLorry