mymuesli
HUBERTUS BESSAU, PHILIPP KRAISS, MAX WITTROCK
MACHEN!
Das Startup-Buch der mymuesli-Gründer
224 Seiten, € 16,95, ISBN 978-3-8419-0522-2, auch als E-Book erhältlich

 

Die drei mymuesli-Gründer Hubertus Bessau, Philipp Kraiss und Max Wittrock haben ihr erstes Buch geschrieben. Ein Buch für Gründer und all diejenigen, die einen Traum haben. Einen Traum, an den sie glauben, der sie nachts wach hält, glücklich und ängstlich zugleich macht.

Damit er Wirklichkeit werden kann, fehlt eigentlich nur eines: das Machen.

Darum geht es in diesem Buch: Vor zehn Jahren, am 30. April 2007, ging mymuesli online. Was danach folgte, war eine verrückte Achterbahnfahrt: Erfolge, Niederlagen, falsche, aber glücklicherweise noch mehr richtige Entscheidungen, Trauer und Freude. Vor allem aber: viel Spaß und eine Lernkurve, die steiler nicht hätte sein können.

Um diese Learnings aus zehn Jahren Startup geht es in „Machen!” – das wichtigste steht aber eigentlich schon im Titel. Denn ein Traum, der nicht umgesetzt wird, wird immer ein Traum bleiben.

Und so geht es los (wer einmal reinlesen möchte):

Startup!
Knallende Korken, Champagner, eine rauschende Party bis zum Morgengrauen – so stellt man sich den Beginn des eigenen Startups vor. Doch von dieser Traumvorstellung waren wir in der Nacht auf den 1. Mai 2007 sehr weit entfernt: Es war tatsächlich eine lange Nacht, aber statt zu feiern, wollten wir nur noch ins Bett. Es war 4.03 Uhr, als Hubertus dann endlich den Knopf drückte. Ganz leise: klick. Zu dritt standen wir vor dem Rechner, ich hörte meinen eigenen Puls in den Schläfen klopfen. Da war es also online, unser Baby. Ein Wunschkind. Wie lange hatten wir darüber nachgedacht, uns den Kopf über den passenden Namen zerbrochen, uns vorgestellt, wie es aussehen, wie rund und schwer es werden könnte – vor allem aber: wer außer uns selbst sich noch darüber freuen würde. Irgendjemand da draußen? War da wer?

mymuesli: endlich online
Es fühlte sich so an, als seien wir alleine auf diesem Planeten. Um dennoch so etwas wie einen denkwürdigen Augenblick herbeizuzwingen, stießen wir mit Billigsekt an, halbtrocken, handwarm. Stilecht in IKEA-Saftgläsern. Niemand von uns hatte wirklich Lust darauf, aber ein Freund von uns war extra in unsere spärlich eingerichtete Passauer Studenten-WG gekommen, um den Moment zu filmen. Wenn man die Aufnahmen heute sieht, kann man unsere Gesichter kaum vor der weißen Wand erkennen: Denn vor diesem seltsamen Augenblick um 4.03 Uhr hatten wir drei Nächte lang nicht wirklich das gemacht, was man schlafen nennen könnte. Wie drei Zombies sahen wir aus, blass, müde und rot um die Augen.

Was uns auch jedes Mal auffällt, wenn jemand das Video zeigt: dass es in der WG überraschenderweise aufgeräumt aussah. Wahrscheinlich hatten wir die zweieinhalb Quadratmeter rund um den Rechner ein bisschen freigeschaufelt, denn für häusliche Ordnung hatten wir die Wochen vor dem Start keine Zeit mehr gehabt. Genau weiß ich das aber nicht mehr, denn nach unserer schweren Website-Geburt konnte ich nicht mehr geradeaus schauen, ich konnte mein Saftglas kaum mehr gerade halten und denken konnte ich überhaupt nicht mehr. Eigentlich war alles entspannt angelaufen: Gut eine Woche vor unserem Kick-off hatte Hubertus die Website endlich so weit, dass sie gut aussah und stabil lief:

»Hallo, wir machen Müsli.
Stell Dir Dein Müsli selbst zusammen.
Wir liefern es Dir nach Hause.«

So schlicht stand auf unserer Seite, was wir in monatelanger Kleinarbeit ausgedacht und jetzt auf die Straße gebracht hatten. Das sah schön aus. Doch ob die Idee von mymuesli funktionieren würde? Das wussten wir ganz und gar nicht. Und ob wir drei Studenten als Lebensmittelhersteller taugen würden, daran hatten wir sogar Zweifel, die wir vorsichtshalber gleich mit auf die Seite setzten:

»Wir wissen einfach nicht, was uns erwartet, und müssen sicherlich noch einige Abläufe optimieren. Das eine oder andere wird auch schiefgehen, deshalb hoffen wir in den ersten Wochen auf eure Unterstützung und euer Verständnis, falls es mal einen Tag länger dauert oder sich die Website komisch verhält. Wir sind für Feedback jeder Art dankbar. Was funktioniert nicht? Was könnten wir besser machen? Sagt es uns!«

72 Stunden vor unserem Kick-off fiel Hubertus auf, dass unser Preissystem nicht wirtschaftlich funktionierte: Kunden konnten die Dose voller teurer Zutaten füllen, aber am Ende blieb der Preis gleich … “

 

… wie es weiterging, warum, die drei mymuesli-Gründer nicht aufgegeben haben, was aus dem Preissystem wurde und wer von den drei Jungs am besten Gabelstapler fahren kann, findet man im Buch.

 

Und es gibt die Geschichte und viele weitere Tipps für Startup-Macher auch zu hören: im gleichnamigen Gründer-Podcast. Am besten gleich abonnieren unter: www.mymuesli.com/machen

 

Bild: mymuesli