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Bild: Marvin Siefke / pixelio.de

Wie MyParfum mit Crowdfunding den zweiten Anlauf schaffen will

MyParfum TeamBei MyParfum läuft der Neustart an. Nun sollen nicht mehr Business Angels oder VCs das Kapital beisteuern – sondern die Crowd.

Andreas Frank kommentiert auf Facebook: „Seit 2008 versuchen sie es nun. Eventuell muss man irgendwann mal erkennen, dass die Masse halt einfach auf bekannte Parfums steht und kein Interesse an Eigenkompositionen hat. Das taugt für einen schönen kleinen Nischenshop, aber eben nicht für ein millionenschweres Business.“

Gertjan Rooijakkers schreibt auf Facebook: „Sorry, aber die Idee ist doch schon längst auf dem Friedhof. Größte Hurde: Das Start-Up-Modell hat die Welt der Marken grundsätzlich nicht verstanden.“

Robert Schyska meint ebenda: „Versteh ich nicht ganz. Ihr seid insolvent gegangen, weil ihr zu hohe Fixkosten hattet. Nun wollt ihr einen Laden aufmachen, euer Geschäft ausweiten usw. Ihr habt doch jetzt schon einen sehr großen Kundenkreis. Versucht doch erstmal, die Fixkosten zu drücken, zum Beispiel die Produktion auszulagern und die Kosten somit variabel zu halten. Für mich wirkt das so, als ob ihr ganz genauso weitermachen wollt wie vorher.“

Und S Schneider kommentiert unter dem Artikel: „Die haben auch wirklich nichts gelernt. Es werden weiterhin die gleichen Geschichten erzählt, nur das Geld soll jetzt auch noch von Finanzamateuren kommen.“

Matti Niebelschütz, Gründer von MyParfüm, antwortet darauf: „Es ist definitiv nicht selbstverständlich mit einem neuen Produkt am Markt Fuß zu fassen und manchmal muss man das Business- und Vertriebsmodell anpassen, bis es dann perfekt passt. Wenn es dann den großen Durchbruch hat, will es jeder schon immer geahnt haben, bis dahin überwiegen häufig die Skeptiker. Aber gerade das macht Unternehmertum ja so spannend.“

Uber und Airbnb sind nicht das Problem – sondern veraltete Gesetze

Uber wird in Berlin von einem Gesetz bedroht, das von 1990 stammt. 1990! Deutschland muss sein Verhältnis zu Innovation dringend überdenken. Ein Plädoyer.

David Ervenich kommentiert auf Facebook: „Jede neue Unternehmung muss sich mit den geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen arrangieren und sich entsprechend aufstellen und präsentieren. Das gehört zum Unternehmertum dazu. So sieht sich beispielsweise jedes deutsche E-Health-Startup mit dem Ferndiagnoseverbot und dem Heilmittelwerbegesetz konfrontiert. Anstatt lauthals deren Abschaffung zu fordern, lassen sich diese Startups juristisch beraten und kommunizieren ihre Dienstleistung in einer Weise, ohne gegen diese Gesetze zu verstoßen. Gesetze und rechtliche Rahmenbedingungen dürfen nicht beliebig werden.“

gerlachp kommentiert ebenfalls unter dem Artikel: „Was ist so innovativ daran, per App Schlafplätze oder ein Taxi zu vermitteln? Nichts. Das einzig Innovative der beiden Anbieter UberPop und Airbnb besteht darin, bestehende Gesetze und fällige Steuern zu umgehen. Meiner Ansicht nach sollten die Anbieter Uber und Airbnb stattdessen legale Ideen realisieren, statt sich über Rahmenbedingungen hinwegzusetzen. In der jetzigen Form ruinieren beide Unternehmen lediglich das positive Bild der Startupszene.“

VentureVillage-Redakteurin Felicitas Hackmann antwortet darauf: „Dass internationale Unternehmen sich gerne um Steuern drücken, darf auch nicht sein – auch darum sollte mal neu reguliert werden. Allerdings: Während Taxen nur 7% Steuern bezahlen, werden bei Uber 19% fällig, da sie nicht als das Taxi-, sondern als Mietwagen zählen. Grundsätzlich geht es nicht darum, den Weg für alle freizumachen, sondern diese Angebote in den Markt einzubauen – das heißt auch, dass Verbraucherrichtlinien, Steuern, usw. auf neue Unternehmen angepasst werden.“

Tim schreibt unter dem Artikel: „Der Vergleich mit airbnb hinkt meiner Meinung nach ziemlich. Sollte es dort Gegenwind aus dem Gastgewerbe geben, dann wäre das etwas anderes. Was sind die alten Probleme die Uber löst? Das Argument, dass sie günstiger sein könnten, mag ich kaum entgegennehmen, da ich schon weiß, dass dann immernoch die gleichen Leute hinterm Steuer sitzen werden. Nur schlechter bezahlt!“

Welche Kommentare haben Euch in der vergangenen Woche gut gefallen?

Bilder: MyParfum; © panthermedia.net/Gunnar Pippel