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Erst vor kurzem ist die App Yomo gestartet: In einer Beta-Phase wollen die dahinter stehenden Sparkassen herausfinden, wie ihr Produkt bei der jungen Zielgruppe ankommt. Es ist auch eine Reaktion auf das gehypte Berliner Fintech N26, das mit seiner Banking-App innerhalb von zwei Jahren nach eigenen Angaben auf 300.000 Kunden gewachsen ist.

Mit einem Namen, der dem des Sparkassen-Projekts ähnelt, startet jetzt die Reisebank ebenfalls mit einem mobilen Konto. Bei der Bank handelt es sich um eine Tochter der DZ Bank, das Spitzeninstitut der Genossenschaftsbanken.

1-formatOriginalAb dem Sommer soll die App in Zusammenarbeit mit der Wirecard Bank starten – und sich speziell an Flüchtlinge richten. In nur wenigen Minuten sollen Nutzer das Konto per Video-Ident eröffnen können. Das Konto ist mit einer Prepaid-Mastercard ausgestattet und ermöglicht beispielsweise Peer-2-Peer-Überweisungen, also beispielsweise schnelle Geldtransfers zwischen Freunden.

Handelt es sich um einen Angriff auf den Berliner Player N26? „Wir konzentrieren uns jetzt erst mal auf Migranten und Saisonarbeiter als Zielgruppe. Jugendliche haben wir bisher nicht im Fokus“, sagt Jörg Hübner, Vorstandsmitglied der Reisebank, im Gespräch mit der FAZ. Aber: „In der Testphase wird auch pilotiert, inwieweit die Genossenschaftsbanken uns Kunden weiterleiten können.“ 

Sollte das Smartphone-Angebot einschlagen, würde es sich anbieten, das Angebot auf die Volk- und Raiffeisenbanken auszuweiten. Der Kampf um die jungen Kunden wird sich so oder so zwischen den neuen Playern und Direktbanken wie der Comdirect oder den Sparkassen weiter aufheizen.

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