GERMANY-AUTO-VW-GETT

Es war ein Paukenschlag in der Mobility-Branche: Insgesamt 300 Millionen US-Dollar steckte der deutsche Autobauer Volkswagen im vergangenen Jahr in den Ridehailing-Service Gett aus Israel. Das junge Unternehmen arbeitet weltweit ausschließlich mit festangestellten Fahrern, die eine Lizenz haben.

Im Wettbewerb, der aktuell vor allem von Uber und Lyft dominiert wird, gelingt Gett nun ein entscheidender Schritt: Für insgesamt 250 Millionen US-Dollar kauft es das Startup Juno. Das 2015 gegründete Unternehmen aus New York bietet einen ähnlichen Service wie Uber, lockt aber Fahrer mit deutlich geringen Provisionen, die pro Kunde berechnet werden. Juno-Fahrer haben außerdem die Möglichkeit, Kunden abzulehnen, mit denen sie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Auch der Berliner VC Target Global ist bei Juno investiert.

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Der neue Eigentümer Gett ist ebenfalls mit seinem Service in New York präsent. Gemeinsam mit Juno soll nun die Expansion in den USA voran getrieben werden, heißt es vom Unternehmen. Insgesamt beschäftigt Gett an vier Standorten etwa 700 Angestellte. In Deutschland will die neue Volkswagen-Marke Moia zusammen mit Gett einen eigenen Fahrvermittlungsdienst aufbauen.

Bild: Getty Images / JOHN MACDOUGALL; Mitarbeit von Marco Weimer