Nanoroboter

In Kooperation mit CNN präsentiert Gründerszene im Zwei-Wochen-Takt die neueste Folge der Wissenschafts- und Technologie-Sendung Make, Create, Innovate von CNN International.

Klitzekleine Arznei- und Putz-Drohnen

Think small: An der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) entwickelt ein Forscherteam um Brad Nelson, Professor für Robotertechnik und Intelligente Systeme, Mikro- und Nano-Roboter. Die sind so klein, dass sie mit bloßem Auge kaum zu erkennen sind und daher zu medizinischen Zwecken vor allem im menschlichen Körper zum Einsatz kommen könnten. Einen ersten Prototypen fertigte Nelson bereits 2004 an – und schickte ihn gleich ferngesteuert durch ein Rinderauge.

Anzeige
Vorlage für den Fortbewegungsmechanismus der Winz-Bots lieferte das E-coli-Bakterium, das von einer rotierenden Geißel angetrieben wird. Es sei nicht möglich, diesen Motor naturgetreu nachzubauen, erklärt Nelson. Stattdessen magnetisiere man die Bots und bringe sie mithilfe eines externen Magnetfeldes künstlich in Bewegung.

Dadurch können die kleinen Roboter durch den Körper schwimmen und Medikamente genau dort hinbringen, wo sie gebraucht werden, also etwa in bestimmte Regionen des Auges, des Herzens oder des Gehirns. Auch Krankheitsherde ließen sich so ausmachen. Denkbar wäre Nelson zufolge auch der Einsatz im Umweltbereich. So könnten ganze Schwärme der kleinen Apparate in verunreinigten Gewässern zum Einsatz kommen, beispielsweise nach einer Ölkatastrophe, und dort als Putzkolonne wirken.


Make, Create, Innovate könnt Ihr jeden zweiten Donnerstag innerhalb von CNN Internationals Wirtschaftssendung Quest Means Business (ab 22.00 Uhr) sehen; Bild: CNN.