Navvis

Die NavVis-Gründer Robert Huitl, Sebastian Hilsenbeck, Georg Schroth und Felix Reinshagen (v.l.)

Zuletzt wagte NavVis den Schritt in die USA, nun bekommt das Münchner Startup erneut Geld in einer Finanzierungsrunde. Das zeigt ein aktueller Eintrag im Handelsregister. NavVis, das eine Art Google Street View für Innenräume entwickelt, verrät auf Nachfrage derzeit keine Details zur Höhe der Finanzierung.

Die Runde wurde von dem noch recht jungen Risikokapitalgeber Digital+ Partners angeführt. In den Wachstumsfonds des VCs hatte im Februar auch die Deutsche Börse investiert. Der Investor mit Sitz in Frankfurt und München ist unter anderem an dem bekannten Berliner IoT-Startup Relayr und dem Payment-Unternehmen Orderbird beteiligt.

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Neben Digital+ Partners haben auch Altgesellschafter erneut in NavVis investiert, unter anderem die BayBG, der MIG-Fonds und Target Partners. Ende 2015 hatte NavVis zuletzt eine Finanzierung verkündet: Damals flossen 7,5 Millionen Euro in das Unternehmen.

Das 2013 von Robert Huitl, Sebastian Hilsenbeck, Georg Schroth und Felix Reinshagen gegründete Startup ist in den letzten Monaten stark gewachsen: Heute arbeiten etwa 130 Mitarbeiter in München und New York an der Entwicklung der NavVis-Technologie. Das Startup digitalisiert Innenräume mit 3D-Scanning. Dafür wird ein Trolley – ein fahrbares Türmchen (siehe Bild) mit verschiedenen Kameras – durch Räume gefahren. Das Ergebnis erinnert an Google Street View in geschlossenen Räumen.

Nutzer können beispielsweise durch Universitätsgebäude oder Museen navigieren, Messen sollen bald hinzu kommen. Nach Unternehmensangaben gehören Siemens, die Allianz und der Flughafen München zu den Kunden von NavVis. Weltweit sei man in 17 Ländern aktiv, zum Beispiel auch in China, Saudi-Arabien und Dubai. Im Herbst 2016 gab das Startup an, bereits einen Drittel seines Umsatzes in den USA zu erwirtschaften. Es hieß, seit 2015 seien die Umsätze jeden Monat um etwa 20 Prozent gestiegen.

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Bild: NavVis