Im Kampf um gute Talente entdecken die Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley ihr Herz für Familien: Künftig dürfen Netflix-Mitarbeiter ein Jahr lang in Elternzeit gehen. Männer und Frauen haben bei dem Streamingdienst die Möglichkeit, sich nach der Geburt oder Adoption eine bezahlte Auszeit zu nehmen.

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„Wir möchten, dass unsere Beschäftigten die Flexibilität und das Vertrauen haben, die Bedürfnisse ihrer größer werdenden Familien auszubalancieren, ohne sich über den Job oder das Geld Sorgen zu machen“, teilte die Netflix-Managerin Tawni Cranz in einem Blogpost mit. Danach können sie Teilzeit oder Vollzeit zurückkehren. Und im Zweifel auch wieder erneut in Elternzeit gehen, heißt es von dem Unternehmen.

Auch für die 60.000 Mitarbeiter von Microsoft gibt es ab November eine neue Regel. Dann dürfen die Mütter 20 Wochen anstatt vier Wochen bei ihrem Kind bleiben – bei voller Bezahlung, kündigte Microsoft am Mittwoch an. Bei werdenden Vätern sind es immerhin zwölf Wochen.

Für die Aktion von Netflix gab es prompt Applaus von der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hilary Clinton:

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den USA keinen staatlichen Zuschuss für junge Eltern. Hierzulande gibt es einen Anspruch auf 14 Monate Elterngeld. Abhängig von dem vorherigen Einkommen der Eltern liegt der staatliche Zuschuss zwischen 300 und 1.800 Euro im Monat.

Bild: TedsBlog/Flickr