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Niiu-Gründer Hendrik Tiedemann und Wanja Oberhof

Niiu mit neuem Art Director und CSO

Neues Geld, neues Personal, neues App-Update abgekündigt: Der News-Aggregator fürs iPad, Niiu (www.niiu.de), will nicht ein zweites Mal mit seinem Konzept einer personalisierten Zeitung scheitern, so wie damals im Jahr 2011, als es Niiu noch in gedruckter Form gab. Damit das nicht passiert, haben die vier Altinvestoren Presse-Union, Inconcepta, die Intan Group und Corporate Counsellors zusammen noch einmal eine sechsstellige Summe in das Berliner Startup investiert. Außerdem arbeitet seit Juli mit Mike Friedrich der ehemalige Art Director von MyVideo bei Niiu, während Stephan von Wrede als CSO verpflichtet wurde. Letzterer war zuvor beispielsweise im Business Development bei der Gruß-App Zoobe tätig, als Sales-Chef bei der Wall AG und bei Bild.de.

Vor etwas mehr als vier Monaten ist Niiu als App für Apples iOS-Betriebssystem gestartet. Konkrete Zahlen zum Nutzerzuspruch gibt es noch nicht. Aus über 20 Zeitungs- und Zeitschriftentiteln wie Bild, der Neuen Zürcher Zeitung oder dem Tagesspiegel können sich die Nutzer ihre eigene Zeitung zusammenstellen. Im Kern funktioniert Niiu wie andere News-Aggregatoren, etwa Flipboard, Zite oder Google Currents. Allerdings gibt es mit den Content-Anbietern einzelne Lizenzierungsverträge, weshalb die Macher der Einführung des Leistungsschutzrechtes oder den Experimenten mit einer Paywall gelassen entgegen blicken können. Das alles betrifft sie nicht.

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Gleichwohl bleibt die Frage, ob der Preis für ein Ein-Monats-Abo von 12,99 Euro nicht doch etwas zu hoch gegriffen ist, zumal es für diesen Betrag nicht nur den Content der Print-Partner gibt, sondern auch Werbeeinblendungen – zwar personalisiert, aber wer das nicht goutiert, wird vielleicht ins Zweifeln kommen.

Für Mitte August ist ein Update der App angekündigt. Dann sollen viele Kritikpunkte, die zum Beispiel im App-Store kommentiert wurden, beseitigt sein.