Noah-Konferenz 2010, NOAH 2010, NOAH 10

Der Dezember ist ein Eventmonat: In der einen Woche ruft die LeWeb in Paris, in der nächsten heißt es schon wieder „London Calling“. Es war die NOAH-Konferenz, die auch Gründerszene am Mittwoch nach London verschlug und es lohnte sich: Auch wenn die Vorträge zum Teil sehr corporate-gefärbt waren, gab es die Möglichkeit, viele bekannte Unternehmer zu treffen, wobei vor allem die deutsche Szene zahlreich vertreten war.

Gutes Publikum auf der NOAH 2010

Konferenzen stehen und fallen mit den Leuten, die sie besuchen. Und in Sachen Publikum weiß die NOAH-Konferenz zu überzeugen – auf und neben der Bühne. So zählten Unternehmen wie Spotify, Vente Privee oder Ozon.ru zu den präsentierenden Unternehmen, während sich in den Hallen bekannte Größen der deutschen Szene wie Holger Hengstler, Martin Weber, Arndt Roller, Stefan Glänzer, Sarik Weber, Lukasz Gadowski oder Felix Haas zum Netzwerken trafen.

Insgesamt waren es also viele High-Potentials, die sich zur NOAH-Konferenz begaben, was eine Konferenz aus Sicht des Kontakteknüpfens attraktiv macht. Die Vorträge waren solide, aber nicht überragend. Einge bestanden häufig aus der reinen Vorstellung der teilnehmenden Unternehmen, was je nach Bekanntheitsgrad der Firmen mehr oder minder interessant war.

Gute Organisation und eindrucksvolle Abschlussparty

Die Organisation der NOAH-Konferenz wusste zu überzeugen: Wenngleich das W-LAN-Netz nicht so recht stabil funktionieren wollte, waren in den Hallen des HiIlton-Hotels am Hyde Park doch regelmäßig Snacks und Kaffee verfügbar und es konnte stets nachvollzogen werden, welcher Inhalt gerade die Bühne bevölkerte.

Besonders bei der Benennung des abwechslungsreichen Programms gab sich Organisator Marco Rodzynek viel Mühe: Die Slots trugen Filmtitel und nannten sich etwa „The Fast and the Furious“ (über schnell wachsende StartUps) oder „Für eine Handvoll Dollar“ (Gesprächsrunde mit VCs).

Besonders eindrucksvoll war die Abschlussparty, die im von grünem Licht gesäumten Naturkundemuseum stattfand, wo sich ein Dino-Skelett mit passender Musik, kostenlosen Getränken und Fingerfood um Aufmerksamkeit stritt. So fand die NOAH-Konferenz ein stilvolles Ende und dürfte auch nächstes Jahr wieder viele Unternehmer locken. Werden es 2011 wohl ebenfalls so viele Deutsche sein, die nach London fahren? Wenn das Event seine Qualität beibehält, würde es sich auf jeden Fall lohnen.