Number26-Manager Christian Rebernik, Maximilian Tayenthal und Valentin Stalf (von links)

Erst kürzlich gab es viel Aufregung um das gehypte Banking-Startup Number26: Das Fintech hatte etwa 500 seiner Kunden gekündigt, ohne eine Begründung anzugeben. Später entschuldigten sich die Gründer und erklärten, Vielabheber hätten zu hohe Kosten verursacht. Nun arbeitet das Unternehmen gerade an neuen Regeln, einer sogenannten Fair-Use-Policy.

In dieser kritischen Phase kann Number26 positive Meldungen wie diese gut gebrauchen: Das Unternehmen hat seine Serie-B-Finanzierungsrunde über 40 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Gründerszene berichtete im Frühjahr bereits, dass das Fintech auf der Suche nach neuem Investorengeld sei.

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Als Lead-Investor steigt Horizons Ventures bei dem Berliner Unternehmen ein, der Fonds von Li Ka-Shing, dem zweitreichsten Mann aus Asien. Außerdem beteiligt sich der US-Wagniskapitalgeber Battery Ventures neu an dem Startup. Die Zalando-Chefs Robert Gentz, David Schneider und Rubin Ritter steigen mit ihrem privaten Geld bei Number26 ein. Auch die bisherigen Investoren Valar Ventures von Peter Thiel, Earlybird Ventures und Redalpine Ventures ziehen bei der aktuellen Runde mit.

Mit Horizons Ventures habe das Fintech einen Investor an Bord, der auch bei weiteren Runden mitgehen könnte, sagte Gründer und Geschäftsführer Valentin Stalf gegenüber Gründerszene. Und das auch über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren.

Mit dem Geld will sich das Fintech weiter in Europa ausbreiten und verstärkt Geld in Marketing stecken. Weitere Produkte sollen in Kooperationen mit anderen Fintechs folgen, beispielsweise zum Sparen oder Investieren. Nach Gründerszene-Informationen beantragt das Unternehmen zudem gerade eine Banklizenz – auch dafür bräuchte das Unternehmen Rücklagen in Millionen-Höhe. Valentin Stalf wollte sich zu der Lizenz auf Nachfrage nicht äußern.

Insgesamt 200.000 Nutzer sollen nach Angaben von Number26 die App bisher heruntergeladen und eine Kreditkarte oder Maestro-Card erhalten haben. Wie viele davon regelmäßig aktiv sind, ist nicht bekannt.

Bild: Number26