Online Marketing Jahresrückblick 2013

Ein ereignisreiches Jahr im Online Marketing

Direkt zu Trend 1: Die Nutzer agieren hybrid. Sie informieren sich auf unterschiedlichen Geräten und kaufen nicht unbedingt auch auf dem Gerät, über das sie zum Beispiel durch eine Anzeige auf ein Produkt aufmerksam geworden sind. Universal Analytics hat nun eine Lösung, die Dank neuem Code und neuen Features das Tracking über verschiedene Geräte hinweg ermöglicht. Dabei arbeitet der Code nicht mehr über Session-IDs, sondern nutzerbasiert. Spannend und auch eine kleine Revolution!

Diese Entwicklung unterstützt auch die These, dass Attribution-Modelle im nächsten Jahr wichtiger werden. Das heißt, die Gesamtleistung aller Kanäle wird bei der Budgetierung einbezogen.

Einen weiteren Ausblick gibt es hinsichtlich lokaler Suchmaschinenoptimierung: Die Bedeutung von lokalen Suchanfragen und personalisierten Ergebnissen wird deutlich zunehmen. Basierend auf den Server-Standort werden geografisch personalisierte Suchergebnisse geliefert. Im eingeloggten Zustand bindet Google bei der Suche auch sein soziales Netzwerk Google+ mit ein. Ist man nicht eingeloggt, dann nutzt es Cookies, um das Suchverhalten zu verfolgen. So lernt Google mit jeder Suchanfrage mehr über den Nutzer.

Personalisierung ist auch das Schlagwort für Marketer im Jahr 2014. Dynamische Inhalte zielgruppenspezifisch und stark personalisiert zur richtigen Zeit streuen: Das ist das To-do im nächsten Jahr. Dabei sind Marketer bereit, Geld zu investieren. Eine schöne Infografik dazu gibt es hier.

Social Media Marketing – hier tut sich ständig etwas

Ein wichtiges Learning aus diesem Jahr: Social Media ist nach wie vor kein Verkaufskanal und wird dies auch in absehbarer Zukunft nur in Ausnahmefällen sein.

2014 blicken wir gespannt auf die Entwicklung des Social CRM. Schon jetzt sind Anstiege der Conversion Rates durch Kundenbewertungen und Kommentare messbar. Unternehmen stehen vor der Aufgabe, die Kunden zum Dialog rund um ihre Marke anzuregen, denn die Bedeutung von Kunden-Feedbacks bei der Kaufentscheidung wird wohl im nächsten Jahr noch steigen.
Werfen wir einen Blick auf die sozialen Netzwerke:

Der Riese Facebook steht nie still

Man hört es ja in letzter Zeit von allen Seiten: die organische Reichweite nimmt immer mehr ab, die Bedeutung von Anzeigen steigt hingegen. Nun könnte man Facebook unterstellen, dass es nur auf Profit aus ist. Jedoch liegt auch die Vermutung nahe, dass es den Newsfeed so relevant wie möglich gestalten will und seinen Nutzern nur interessante Inhalte zuspielt.

Es ist bestimmt an beidem etwas dran. Die Lösung könnte sein, Inhalte so zielgruppengenau zu formulieren wie möglich, mit den Inhalten zu experimentieren und zu versuchen, die Nutzer zu Handlungen zu animieren und auch selbst sehr aktiv zu sein.

Für kommerzielle Seiten gilt nach wie vor die Impressumspflicht. Hier hat sich vor ein paar Wochen eine Änderung in der Darstellung ergeben. Es reicht nun nicht mehr aus, im Infofeld das Impressum einzubinden, denn auf mobilen Geräten wird dies nicht mehr dargestellt. Vielmehr sollte das Impressum entweder als Hinweis im Titelbild dargestellt oder in der Timeline oben fixiert werden. Beides sind keine schönen Varianten. Mal sehen, was sich Facebook dazu noch einfallen lässt.

Ein kurzes Hin und Her gab es bezüglich der Bilder. Nur 20 Prozent des Bildes darf beziehungsweise durfte mit Text belegt werden. Erst wurde die 20-Prozent-Regel für Anzeigen- und Titelbilder eingeführt, dann für die Titelbilder wieder zurückgenommen.

Zurückgenommen wurde auch die Funktion, Beiträge nachträglich zu bearbeiten. Vielleicht kommt sie ja 2014 wieder? Was auf jeden Fall bleiben wird, sind die eingeführten Hashtags, die wir ja schon von Twitter kennen. Facebook möchte nun ebenfalls eine Filterung nach Schlagworten ermöglichen und so die Suche innerhalb des Netzwerkes verbessern. Schön ist, dass dabei die Privatsphären-Einstellungen unangetastet bleiben.

Und die große Frage, die uns ins nächste Jahr begleitet: Wann kommt der neue Newsfeed und wie sieht er aus? Die kürzlich kursierende Betaversion, die schon die Gerüchte ankurbelte, wird ja nun so nicht erscheinen.

Facebook-Anzeigen

Mitte des Jahres wurden zahlreiche Neuerungen bezüglich der Anzeigen angekündigt. Kurz darauf ging es los: Von den bis dahin 27 existierenden Werbeanzeigenformaten wurden mehr als die Hälfte abgeschafft, unter anderem die Sponsored Results, Facebook Questions und Offers. Viele Formate haben dasselbe Ziel verfolgt, daher sind die Änderungen durchaus sinnvoll. Die vereinfachte Struktur und Übersichtlichkeit hilft sicherlich vielen Marketern in ihrer täglichen Arbeit. Auch die vergrößerte Darstellung der Bilder überzeugt. Hinzu kommt, dass Facebook nun mit Shutterstock kooperiert, was den Werbeanzeigenmanagern eine Auswahl an Anzeigenbildern verschafft.

Auch der Anzeigenworkflow ist einer ständigen Überarbeitung unterworfen. Unter anderem wurde ein neues Abrechnungsmodell eingeführt und Werbetreibende können nun einen CPA Preis (Cost per Action) festlegen. In der Anzeigen-Administration gab es Änderungen beim Erstellungsprozess, über den Werbeanzeigenmanager steht nun eine Vorschau für den News Feed zur Verfügung und innerhalb des Power Editors kann die Zielgruppe nach Städten ausgeschlossen werden.

Anzeige
Als weitere Änderung kam hinzu, dass Werbeanzeigen nun nach Zielen erstellt werden: Zum Beispiel Klicks auf eine Website oder Interaktion mit einem Beitrag einer Seite. Und, und, und. Da wird sich 2014 bestimmt auch noch eine Menge bewegen. Eins können wir jetzt schon sicher sagen: Facebook wird Anzeigengruppen in die Facebook-Werbekonten einführen.

Für die Auswertung der Werbetätigkeiten auf Facebook gibt es die Anzeigenberichte, die ebenfalls einer Überarbeitung unterzogen wurden. Einige Neuerungen: Man ist nun frei in der Selektion (zum Beispiel nach Datum oder Kampagnenname) und hat großzügige Auswahlmöglichkeiten der Daten- und Datenfilter (zum Beispiel innerhalb der Ausgaben oder Klicks).

Eine gute Nachricht für Unternehmen, die Direkt-Marketing betreiben, war sicherlich die Einführung des Conversion Trackings. Alle relevanten Informationen, etwa die Registration oder Check-Out Prozesse eines Warenkorbes können nun gemessen werden.

Bei Google+ hat sich auch was getan

Ein erstes Redesign fand im Frühjahr statt. Der Newsstream wurde mehrspaltig gestaltet, Related Hashtags wurden eingeführt und die Titelbilder bekamen eine neue Größe. Diese wurde vor kurzem wieder verändert – zum Positiven, wie wir finden.

Eine zweite Neuigkeit, die Google+ liefert, ist die Einführung von geschlossenen Gruppen. Unternehmen sollen hier geschlossen kommunizieren und ein Intranet aufbauen können. Bleibt abzuwarten, wie es angenommen wird.

Und auf Twitter, was passierte da?

Zwei kurze News: Twitter ist in diesem Jahr an die Börse gegangen und das sehr erfolgreich. Die Nachfrage lag um das 30-Fache über dem Angebot. Und Twitter integriert nun Vine und macht es Nutzern damit möglich, kurze Videoclips mit dem Handy aufzunehmen und auf der Plattform zu teilen.

Bild: bloomua (Anatolii Babii)

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