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Farbkontrolle beim Druck in der Fabrik von Onlineprinters

Pixel und Papier müssen keine Gegensätze sein – zumindest nicht in der Print-Branche. Das Ausdrucken über das Netz ist zuletzt sogar ein gutes Geschäft geworden. Nach Zahlen des Bundesverbandes Digitale Wirtschaft ist Web-to-Print in den vergangenen Jahren der stärkste Wachstumstreiber in der Druckbranche bei Umsatz und Beschäftigunszahlen. Der europäische Marktführer im sogenannten Web-to-Print-Bereich ist nach eigenen Angaben Onlineprinters.

Ein lohnendes Geschäft, in das es sich zu investieren lohnt, findet Florian Heinemann, Geschäftsführer des VCs Project A. Der Risikokapitalgeber für digitale Technologien mit Sitz in Berlin beteiligt sich deswegen mit einem siebenstelligen Betrag an Onlineprinters.

Das Geschäftsmodell der Internet-Druckerei: Kunden bestellen über Webshops Printprodukte, wählen Qualität, Menge und Zuschnitt aus und schicken ihre Vorlagen per Upload. Onlineprinters druckt, schneidet, falzt und bindet den Print-Auftrag und schickt ihn teils über Nachtexpress zum Kunden zurück.

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Mehr Geld fürs Online-Marketing

Die digitale Druckerei produzierte 2015 nach Unternehmensangaben mehr als 2,1 Milliarden Flyer, Plakate und Kataloge und hat sich in nur wenigen Jahren zu einer der größten Digitaldruckereien entwickelt. Bisher beliefert Onlineprinters – in Deutschland unter Diedruckerei.de bekannt – 500.000 Kunden und erreicht einen Jahresumsatz von 100 Millionen Euro. Onlineprinters ist derzeit in 30 Ländern aktiv und beschäftigt 650 Mitarbeiter.

Mit dem Investment soll die Internationalisierung der Digitaldruckerei weiter vorangetrieben werden – unter anderem durch ein stärkeres Investment ins Online-Marketing. Bereits im September hatte Bregal Unternehmerkapital, ein Fonds mit Fokus auf mittelständische Unternehmen, die Anteilsmehrheit bei Onlineprinters übernommen.

Bild: Onlineprinters GmbH