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Das Gründerteam Simon Schütz, Moritz ten Eikelder und Johannes Lomnitz (von links)

Ein Startup, das schnell wächst, braucht auch schnell mehr Platz für seine Mitarbeiter. Coworking-Spaces sind ein Anlaufpunkt für die jungen Unternehmen. Doch geeignet sind sie nicht immer. „Wer mit seinem Sales-Team dort in einem offenen Raum sitzt, versteht das schnell“, sagt Moritz ten Eikelder. Während die Sales-Mitarbeiter konzentriert telefonieren, fängt auf der andere Seite des Raumes jemand zu kickern an.

Der Gründer von Optionspace hat aus diesem Grund mit seinem Startup eine Alternative geschaffen. Über einen Marktplatz vermittelt das Unternehmen freie Büroflächen mit sehr kurzen Vertragslaufzeiten. Damit wollen sie sich auch von den professionellen Anbietern von Büroräumen abheben. „Bei den Anbietern von Büroflächen muss ich mich als Mieter meist über mehrere Jahre verpflichten“, erklärt ten Eikelder. Bei Optionspace können Verträge ab einer Laufzeit von einem Monat abgeschlossen werden.

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Doch welchen Vorteil haben die Vermieter davon? „Weil sie ihr Büro zu flexiblen Konditionen vermieten, können sie auch höhere Preise verlangen“, sagt der Gründer. Optionspace mache Marketing und kümmere sich darum, die vielen Anfragen vorzusortieren – und sorge auf diesem Weg für eine gute Auslastung. Startups und andere Unternehmen können außerdem ihre Überkapazitäten über die Plattform untervermieten. Für den Service sollen die jeweiligen Vermieter zehn Prozent der Warmmiete für maximal zwölf Monate als Gebühr an das Startup bezahlen.

Der Gefahr, dass die Parteien ihre Verträge abseits der Plattform schließen, sind sich die Gründer bewusst. „Wir bieten beispielsweise eine zusätzliche Versicherung speziell für Untervermietungen an, um das zu verhindern“, sagt ten Eikelder. Durch diesen Service wollen sie die Vermieter an die Plattform binden.

6 Berliner Coworking-Spaces abseits des Mainstreams

Mit dem Modell hat das Startup eine Seed-Finanzierung in unbekannter Höhe eingesammelt. Eingestiegen ist etwa Vito, der Company-Builder Makers, Factory-Gründer Udo Schloemer sowie die Helpling-Gründer Benedikt Franke und Philip Huffmann, wie das Unternehmen mitteilte. Der Berliner Anbieter startet mit dem Portal in den deutschen Städten Berlin, Hamburg, München und Frankfurt. Im Laufe des Jahres sollen weitere Städte folgen. Zehn Leute arbeiten aktuell für Optionspace, das mit der Plattform ShareDnC aus Köln konkurriert.

Bild: Optionspace