Mitgründer und CEO von Orderbird, Jakob Schreyer

Das Berliner Payment-Startup Orderbird setzt erneut auf strategische Investoren. In seiner Serie-C-Finanzierung erhält es 20 Millionen Euro von dem Handelskonzern Metro und dem VC Digital+Partners.

Orderbird bietet ein Tablet-Kassensystem für die Gastronomie an. Die Metro-Gruppe wolle dem Startup mit „Sektorexpertise“ und „Kundenzugang“ helfen, heißt es vom neuen Investor. In den weltweit mehr als 750 Großmärkten der Metro kaufen vor allem Gastronomen ihre Waren ein.

Bereits im Oktober 2014 suchte Gründer und CEO Jakob Schreyer Geldgeber für das Startup, die sich mit dem Business auskennen. Für seine Tablet-Kassensysteme bekam er damals zehn Millionen US-Dollar. Hauptinvestor war das Eschborner Unternehmen ConCardis, Spezialist für bargeldlose Zahlungssysteme mit 30-jähriger Firmengeschichte und etwa 170 Mitarbeitern. Concardis investiert auch in der aktuellen Runde wieder in Orderbird.

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Mit dem neuen Kapital will sich das 2011 von Schreyer, Patrick Brienen, Artur Hasselbach und Bastian Schmidtke gegründete Startup stark vergrößern. In diesem Jahr ist die Expansion auf den französischen Markt geplant, außerdem soll die Firma von derzeit 120 Mitarbeitern auf 200 anwachsen. Zusätzlich will das Unternehmen weitere Büros eröffnen – auch außerhalb von Deutschland.

Laut Orderbird habe man derzeit 6.500 Unternehmenskunden wie Restaurants und Cafés in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Irland. Bei der letzten Finanzierungsrunde im Oktober 2014 hatte das Unternehmen noch 2.700 Kunden. Die Gastronomen können mit dem System mobil Bestellungen aufnehmen, in Echtzeit analysieren und Berichte erstellen, die vom Finanzamt akzeptiert werden.

Orderbird, das im Juni 2015 seinen Wettbewerber Pepperbill übernommen hat, konkurriert international zum Beispiel mit dem schwedischen POS-Unternehmen iZettle, das mit mehr als 240 Millionen US-Dollar finanziert ist. In Deutschland ist Gastrofix ein Wettbewerber: Das Unternehmen wurde vor kurzem mit vier Millionen Dollar finanziert. Das Payment-Startup SumUp, das erst vor zwei Wochen mit dem Konkurrenten Payleven fusionierte, gibt an, aktuell Zahlungsvolumina von einer Milliarde Euro pro Jahr in 15 Ländern abzuwickeln. Eine Milliarde Euro Umsatz bucht laut CEO Jakob Schreyer auch Orderbird über die Kassen der Kunden.

Bild: Orderbird