Kochzauber Otto MyToys Project A

Neues Kapital für Kochzauber

Update vom 4. September 2013, 15:30 Uhr: Kochzauber-Mitgründerin Stefanie Keuler ist offenbar raus aus ihrem Unternehmen: MyToys übernimmt sämtliche Anteile der Mitgründerin und hält nun insgesamt 32 Prozent an Kochzauber. Das berichtet Deutsche Startups.

Der Otto-Konzern setzt auf die Kochplattform Kochzauber (www.kochzauber.de). Über sein Tochterunternehmen MyToys und den Berliner Company Builder Project A Ventures (dessen Kapital zu großen Teilen auch wiederum von Otto stammt) gibt es neues Geld für die Internetköche. Die Summe ist unbekannt. Project A hatte bereits das Seedinvestment bereitgestellt.

Der Online-Lebensmittel-Service ist im März 2012 gestartet. Nun hoffen die neuen Partner auf Synergieeffekte: MyToys und Kochzauber richten sich jeweils an Familien, vielleicht gelingt es ja mit Hilfe der Reichweite von MyToys mehr Kunden auf Kochzauber zu scheffeln. Bislang galt das Startup im Portfolio des Inkubators eher als Sorgenkind.

Kochzauber bietet nach eigenen Angaben ein „kulinarisches Rundum-sorglos-Paket mit ausgewogenen, kreativen und alltagstauglichen Rezeptideen“ an – sprich: Rezepte und Kochzutaten auf bestimmte Gruppen angepasst in einer Box. Diese werden nach eigenen Angaben von Koch Max Kostka und Ökotrophologin Beke Enderstein kreiert und stehen angepasst für Paare, Singles oder junge Familien mit Baby zur Verfügung.

Otto konsolidiert – und hofft auf Synergien

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Zuletzt hatte die sich im Digitalisierungsprozess befindliche Otto-Gruppe den hauseigenen Zalando-Konkurrenten Mirapodo unter dem Dach des Spieleanbieters MyToys untergebracht, um die Effizienz im E-Commerce zu erhöhen: gemeinsame Nutzung von IT-Systemen, vereinheitlichte Prozesse in Buchhaltung, Einkauf und Logistik hießen die genannten Ziele. Im Jahr 1999 gegründet hatte der Schuh-Shop nicht mit der teuren Expansion des Samwer-Unternehmens mithalten können.

Auch der Otto-eigene, familiennahe Shopping-Club Limango befindet sich seit Ende April dieses Jahres unter dem MyToys-Dach. Mit der Beteiligung am Berliner Koch-Startup erweitert MyToys sein Portfolio also zielgruppenorientiert weiter. Abhängig wird das weitere Interesse der Hamburger Gruppe dabei nicht nur vom Erfolg der Project-A-Unternehmung sein. Insbesondere auf die Synergien zwischen den einzelnen Jungfirmen wird Otto sicherlich ein Auge haben.

Bild: Dieter Schütz / pixelio.de; die erste Version dieses Artikels wurde am 3. September 2013 veröffentlicht, Update am 4. September 2013.