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Die ZenRooms-Gründer Nathan Boublil (links) und Kiren Tanna

ZenRooms ist ein klassisches Copycat-Modell: Die Idee, ein Portal für Budget-Hotels zu bauen, die angebundenen Herbergen eng an sich zu binden und so ein verlässliches Qualitäts- und Komfortlevel zu garantieren, hatte zuerst der Inder Ritesh Agarwal. Sein Startup Oyo, das bisher nur in Indien aktiv ist, hat inzwischen über 180 Millionen US-Dollar aufgenommen und könnte gerüchteweise bald mehr als eine Milliarde Dollar wert sein.

Mit ZenRooms hat Rocket Internet Ende 2015 das Konzept übernommen und es in inzwischen sieben Länder Südostasiens sowie nach Brasilien gebracht. Laut TechCrunch gibt es für die weitere Expansion nun etwas mehr als vier Millionen US-Dollar von den südkoreanischen Investoren Redbadge Pacific und SBI Investment sowie von der Asia Pacific Internet Group, einem Joint Venture, das Rocket 2014 mit dem katarischen Telekom-Unternehmen Ooredoo gegründet hat. Die Gesamtfinanzierung von ZenRooms steigt damit auf über acht Millionen Dollar.

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Gegenüber TechCrunch bezeichnete Gründer und Geschäftsführer Nathan Boublil die bestehenden Billigketten als Hauptkonkurrenz. „Wir haben wirklich begonnen, die etablierten Betreiber zu ärgern – Budget-Hotels, die es schon seit Jahren gibt, die aber etwas faul geworden sind. Wir können die Ketten disrupten, schneller wachsen als sie und zu einem Punkt gelangen, an dem wir uns mit dem Westen messen können, was die Qualität unserer Angebote und ihre Erschwinglichkeit angeht.“

Mit 100 Mitarbeitern unterhält ZenRooms ein Netzwerk von gut 1.000 Hotels. Die allermeisten davon sind mit dem Startup ein Revenue-Share-Modell eingegangen. Dafür übernehmen die Hotels die ZenRooms-Marke und garantieren das Angebot etwa von kostenlosem WLAN, funktionierenden Klimaanlagen und einer Concierge-App.

Bild: ZenRooms